Was ist legitim im Cyberkrieg?

Derzeit laufen dDoS-Attacken unter anderem gegen http://mastercard.com und http://visa.com. Beide Websites sind dadurch im Moment nicht mehr erreichbar. Zu den Angriffen bekennt sich die „Operation Payback“, welche damit die Sperrung von Wikileaks vergelten möchte.

Im Netz fallen mir erste Diskussionen darüber auf,  ob diese Angriffe legitim sind. Ich halte diese Frage für sehr wichtig. Darüber hinaus müssen wir uns aber auch folgende Fragen stellen:

Das sind nur vier weitere wichtige Fragen, die mir spontan einfallen. Es gibt sicher noch einiges mehr zu klären, beim Thema „Was ist legitim im Cyberkrieg?“. Und ich denke wir müssen diese Fragen ganzheitlich behandeln und nicht voneinander abgetrennt.

Update: Ich sammle hier mal ein paar Meinungen. Wer noch was hat / findet, darf gerne in den Kommentaren darauf hinweisen:

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7 Antworten auf Was ist legitim im Cyberkrieg?

  1. Johannes sagt:

    Hallo angelo,

    in dem Punkt stimme ich dir grundsätzlich zu. Ich denke auch, dass die Netzcommunity darüber reden muss, was legitim ist und was nicht legitim ist. Aber ich denke, dass wir nicht zu illegitimen Mitteln greifen dürfen, nur weil der Gegner das macht. Ebenso wie man keine Freiheiten zugunsten der Sicherheit einschränken sollte, sollte die Netzcommunity auch keine Server zerballern um ihre Überlegenheit zu demonstrieren. Aber ich weiß, dass ich mit der Meinung wahrscheinlich alleine da stehen werde ;-).

    Einen Kommentar zu dem Thema habe ich in meinem Blog gepostet.

    Schöne Grüße
    Johannes

    • angelo sagt:

      Niemand sollte zu illegitimen Mitteln greifen dürfen 😉 Gerade deswegen ist es ja so wichtig zu klären, was legtitim ist und was nicht. Ich habe diese Frage an dieser Stelle nur gestellt und nicht beantwortet. Das werde ich auch nicht tun, ehe ich ein paar mal darüber geschlafen hab 😉

      Ich halte es nur für wichtig, dass die Frage nach der Legtitimität ganzheitlich geklärt wird. Zu fragen, ob ein dDoS auf visa.com legitim ist, halte ich für zu kurzsichtig.

      • Johannes sagt:

        Mh vielleicht kurzsichtig, ja. Aber wenn man aktuelle Themen kommentiert muss man kurzsichtig sein.

        Ich denke ich werde in ein paar Tagen noch mal etwas dazu schreiben, dann aber differenzierter.

        Schöne Grüße
        Johannes

  2. alios sagt:

    Moin!
    Habe gerade zu dem Thema bei alagos kommentiert, und quote es hier einfach noch mal.


    Ich glaube das Netz ist gerade in Pubertät – es wird sich gerade seiner selbst bewusst und stellt fest wie mächtig es sich entfalten kann und die “alten Mächtigen” ihrer Macht nicht gewachsen sind. Da wird dann halt auch mal unreflektiert zugehauen. Aber auch nur dann besteht die Möglichkeit einzusehen, dass man gerade Mist gemacht hat.
    Eine Entwicklung die man Ähnlich auch bei den Piraten beobachten kann; “ho ho ich bin ja powerfull und kann Anträge zur Geschäftsortung machen” – na klar wird das ausprobiert…
    In Chemnitz ist uns dann am ersten Tag nach der geheimen Abstimmung bewusst geworden was wir da gerade eigentlich gemacht haben.

    Also zurück lehnen und die kleinen Spielen lassen.

    gruss
    alios

  3. Bernd "Sag ich nicht" sagt:

    Es gibt eigentlich nur vier grosse internationale Kreditkarten Unternehmen: Mastercard, Visa, American Express und Diners Club.

    Wird schwierig, im Ausland einen Wagen zu mieten, wenn nur Visa oder Mastercard akzeptiert wird.

  4. Bernd "Sag ich nicht" sagt:

    Schalte diesen Kommentar mal nicht frei, Zitierrecht dürfte nicht gelten, weil mein eigener Beitrag zu kurz ist.

    Der CCC auf N-TV:
    „Ich finde die hochproblematisch. Zunächst einmal handelt es sich dabei nicht wirklich um Hacker-Angriffe, sondern um eine Art wildgewordene Demonstration – jetzt hätte ich fast Lynchmob gesagt. […] Das ist sehr destruktiv. Auf der anderen Seite kann ich das aber auch verstehen. Wenn der Einzelne ohnmächtig zugucken muss, wie die US-Regierung alle schmutzigen Tricks verwendet, um eine freie Nachrichtenquelle im Internet abzudrehen, und es die Möglichkeit gibt, seine Meinung zu äußern, indem man da mitmacht – menschlich finde ich das nachvollziehbar. Die Art der Eskalation halte ich allerdings für eine schlechte Sache.“

    Quelle:
    http://www.n-tv.de/politik/Privatsphaere-gibt-es-nicht-fuer-Staaten-article2116136.html

  5. Joey sagt:

    Leute…ihr braucht eine echte Basis für euer Handeln. Schaut euch in der politischen Philosophie um. Das Thema ist ja nicht neu. Man denkt seit tausenden Jahren darüber nach ab wann man sich als Bürger gegen den Staat stellen darf/ muss.
    Recherchiert ein wenig.
    Die Hackerethik ist nicht das Ende der Weisheit..

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