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	<title>Kontroversen&#187; Transparenz</title>
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	<description>Alles Mögliche und der ganze Rest</description>
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		<title>Netzpolitik ist orange &#8211; Ein transparenter Staat braucht Piraten</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 22:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche Dienstag war ich in Mainz, beim &#8220;Netzpolitischen Abend mit den Grünen&#8221; mit dem Titel &#8220;Demokratie braucht Transparenz&#8221;. Die Themen waren sehr offen gehalten und so wurde vieles angesprochen, aber weniges in der nötigen Tiefe behandelt. Auf dem Podium &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2011/02/netzpolitik-ist-orange-ein-transparenter-staat-braucht-piraten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche Dienstag war ich in Mainz, beim &#8220;Netzpolitischen Abend mit den Grünen&#8221; mit dem Titel &#8220;Demokratie braucht Transparenz&#8221;. Die Themen waren sehr offen gehalten und so wurde vieles angesprochen, aber weniges in der nötigen Tiefe behandelt.</p>
<p>Auf dem Podium saßen Daniel Köbler und Pia Schellhammer, die beide für die Grünen in Rheinland-Pfalz kandidieren, sowie der grüne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz und der &#8220;freie Lobbyist für tolle Sachen&#8221; Alex Boerger.</p>
<p>Nun braucht man von mir hier kaum zu erwarten, dass ich Lobeshymnen über die Grünen schreibe. Wäre ich davon überzeugt, dass die Grünen die Politik nachhaltig verändern könnten, insbesondere mehr Transparenz im Staat schaffen und die Bürgerrechte schützen könnten, dann wäre ich nicht bei den Piraten.</p>
<p>Aber der &#8220;netzpolitische Abend&#8221; hat mich nochmals in der Überzeugung bestärkt, dass für moderne Netzpolitik, mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung kein Weg an den Piraten vorbei führt. Ich möchte das anhand von 3 Thesen erläutern:</p>
<p>1) Den Grünen fehlt es an netzpolitischen Konzepten<br />
2) Netzpolitik ist bei den Grünen unzureichend priorisiert<br />
3) Die grüne Landesliste bietet keine kompetenten Netzpolitiker</p>
<p>Ja ich weiß, das klingt hart liebe Grüne. Ich freue mich schon darauf, wie ihr jede dieser Thesen nach der Wahl widerlegt <img src='http://kontroversen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Doch zunächst zur Begründung der Thesen:</p>
<h2>1) Den Grünen fehlt es an netzpolitischen Konzepten</h2>
<p>Begriffe wie &#8220;eParticipation&#8221;, &#8220;OpenGovernment&#8221; und Co. scheinen den Grünen geläufig zu sein, doch von einer klaren netzpolitischen Strategie, merkte ich zumindest auf dieser Veranstaltung nichts. Pia Schellhammer sprach davon, dass sie die Tagesordnung des Landtags eine Woche früher veröffentlichen will. Das mag ein guter erster Schritt sein, doch es fiel kein Wort von offenen Daten und standardisierten, freien Formaten.</p>
<p>Vielleicht schaffen es die Grünen noch, das längst überfällige RSS-Feed der im Landtag behandelten Themen online zu stellen und vielleicht können sie sogar einen Stream der Plenarsitzung durchsetzen, der in anderen Ländern längst gang und gäbe ist. Für mich ist das alles aber noch keine Netzpolitik, sondern Selbstverständlichkeiten.</p>
<p>Ich vermisse deutliche Fürsprachen zur Veröffentlichung von staatlichen Datenbeständen in offenen und freien Formaten, zu einer klaren nachvollziehbaren Erarbeitung von Gesetzen und zur Veröffentlichung staatlicher Dokumente. Daniel Köbler meinte auf Nachfrage, dass es ja eine &#8220;geniale Idee&#8221; sei, Gesetzesentwürfe in einem Wiki online zu stellen, über die er sich noch gar keine Gedanken gemacht habe. Der Wille scheint also durchaus da zu sein, doch die Kompetenz und Eigeninitiative zu fehlen. Dies führt uns unmittelbar zur zweiten These:</p>
<h2>2) Netzpolitik ist bei den Grünen unzureichend priorisiert</h2>
<p>Bei den Grünen ist mittlerweile angekommen, das Netzpolitik &#8220;irgendwie wichtig&#8221; ist. Neben klaren Konzepten fehlen jedoch auch deutliche Schwerpunkte auf netzpolitischen Themen. Für mich als Pirat, hat Transparenz oberste Priorität. Sie ist die Grundvoraussetzung für echte Demokratie. Diese Grundeinstellung spiegelt sich eigentlich auch im Titel der grünen Veranstaltung wieder (&#8220;Demokratie braucht Transparenz&#8221;). Trotzdem habe ich in meinen bisherigen Gesprächen mit grünen Politikern nicht den Eindruck gewinnen können, dass diese Einstellung auch gelebt wird. Es ist auch schwierig, für mehr Transparenz zu sorgen, ohne dafür klare Konzepte zu haben (siehe These 1). Vielmehr befürchte ich, dass netzpolitische Themen im Allgemeinen und Transparenz im Besonderen nach der Wahl zunächst hinten angestellt werden. Dies liegt auch daran, dass die Grünen nur mit wenigen Abgeordneten in den Landtag einziehen und sich davon kaum jemand mit Herzblut um die Netzpolitik kümmert, was uns direkt zu These 3 führt:</p>
<h2>3) Die grüne Landesliste bietet keine kompetenten Netzpolitiker</h2>
<p>In Rheinland-Pfalz kann man grob überschlagen, dass für jedes Prozent ein Abgeordneter ins Parlament einzieht. Rechne ich den Grünen gönnerhaft 10% zu, würden also die ersten 10 Kandidaten der Landesliste in den Landtag einziehen. Unter diesen Top-10 befindet sich gerade einmal ein Kandidat, der sich die Netzpolitik als Schwerpunktthema auf die Fahnen geschrieben hat: Pia Schellhammer.</p>
<p>Nun streite ich nicht ab, dass Pia das Thema Netzpolitik nicht am Herzen liegt, im Gegenteil. Nur glaube ich einfach nicht daran, dass sie diese Themen unter den Voraussetzungen der Thesen 1 &amp; 2 durchsetzen kann.</p>
<p>Wir können uns nun hinsetzen und hoffen, dass ich Unrecht habe und die Grünen trotz allem die Politik revolutionieren. Hoffen heißt aber auch immer, sich nach etwas zu sehnen, auf das man keinen Einfluss hat. Wir haben aber Einfluss, wir brauchen nicht zu hoffen: Wir können Piraten wählen.</p>
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		<title>Koblenzer Gutsherrenmentalität</title>
		<link>http://kontroversen.de/2011/01/koblenzer-gutsherrenmentalitat/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 21:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[politische Partizipation]]></category>
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		<description><![CDATA[Die BIZ-Fraktion im Koblenzer Stadtrat hat erfreulicherweise unseren offenen Brief zum Thema Zentralplatz aufgegriffen und dazu eine Anfrage gestellt. Die Antworten der Verwaltung sind sehr aufschlussreich &#8211; zumindest was deren Einstellung gegenüber dem Bürger angeht. Unser Brief und die Reaktionen &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2011/01/koblenzer-gutsherrenmentalitat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die <a href="http://www.fraktion-biz.blogspot.com/">BIZ-Fraktion im Koblenzer Stadtrat</a> hat erfreulicherweise <a href="http://rlp.piratenpartei.de/index.php/aktuelles/neuigkeiten/313-zentralplatz-koblenz-offener-brief-an-den-stadtrat">unseren offenen Brief</a> zum Thema Zentralplatz aufgegriffen und dazu eine <a href="http://www.koblenz.de/verwaltung_politik/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=11047">Anfrage</a> gestellt. Die Antworten der Verwaltung sind sehr aufschlussreich &#8211; zumindest was deren Einstellung gegenüber dem Bürger angeht.</strong></em></p>
<h2>Unser Brief und die Reaktionen</h2>
<p><a href="http://rlp.piratenpartei.de/index.php/aktuelles/neuigkeiten/313-zentralplatz-koblenz-offener-brief-an-den-stadtrat">In einem offenen Brief</a> forderten wir Tranzsparenz beim Koblenzer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_Mittelrhein">Großprojekt Zentralplatz</a>, insbesondere die Offenlegung der Verträge und die Beteiligung der Bürger:</p>
<blockquote><p>An der Mehrheit des Bürgers vorbei wird ein Projekt umgesetzt, das die Stadt in den wirtschaftlichen Ruin treiben kann. Die Weigerung, die Verträge mit den Investoren offenzulegen, ist dabei nur eine Facette der Gutsherrenmentalität, mit der auch in Koblenz Entscheidungen herbeigeführt wurden. Dabei wird jegliche Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt außen vor gelassen.</p>
<p>Um die notwendige Transparenz bei diesem Projekt zu gewährleisten, fordern wir daher eine Offenlegung der Verträge mit den Investoren sowie eine Beteiligung der Bürger in die Entscheidungen rund um das Großprojekt.</p></blockquote>
<p>Der Brief ging an alle Stadtratsfraktionen sowie den Oberbürgermeister. Nur die BIZ-Fraktion reagierte auf den Brief mit folgender Anfrage im Stadtrat:</p>
<blockquote><p>Am 7. Dezember 2010 erreichte eine Abschrift des offenen Briefes der Piratenpartei die BIZ-Fraktion (siehe Anlage). Dieser hatte die Forderung zum Inhalt, die Zentralplatzverträge offenzulegen. Betont wurde der Wunsch nach Transparenz und Bürgernähe. Um einen weiteren Vertrauensverlust zu vermeiden, weist die Piratenpartei auf die Möglichkeit hin, dass Internetplattformen, wie beispielsweise Wikileaks, die Verträge mit Hilfe Dritter offen legen könnten. Die aktuellen Geschehnisse, nicht zuletzt auch auf lokaler Ebene (Geheimnisverrat Beschlussvorlage zum Schienenhaltepunkt an die RZ) &#8211; zeigen, dass ein solches Vorgehen nicht unwahrscheinlich ist.</p></blockquote>
<p>Die drei Fragen der BIZ-Fraktion wurden <a href="http://www.koblenz.de/verwaltung_politik/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=11053">von der Verwaltung beantwortet</a> und zeigen hervorragend, die Einstellung unseres Staates gegenüber dem Bürger. Ich werde anschließend darauf eingehen. Hier erstmal die Fragen und Antworten:</p>
<blockquote><p><strong>1. Wie wird die Verwaltung auf das Schreiben der Piratenpartei reagieren?</strong></p>
<p>Das Schreiben wurde nach seinem Eingang in den normalen Geschäftsgang aufgenommen und wird wie jede andere Petition bearbeitet.</p>
<p><strong>2. Hat man sich veraltungsintern überlegt, was man unternehmen kann, um eine unfreiwillige Offenlegung durch Dritte zu verhindern?</strong></p>
<p>Für Verwaltungsbedienstete bestehen gewisse Pflichten, unter anderem auch Verschwiegenheitspflichten, die zu beachten sind. Inhaltsgleiche gesetzliche Verschwiegenheitspflichten gelten nach den kommunalverfassungsrechtlichen Vorschriften der Gemeindeordnung auch für Rats- und Ausschussmitglieder.</p>
<p>Bei Beachtung der bestehenden gesetzlichen Vorgaben durch die Verpflichteten tritt das in der Frage aufgeworfene Problem nicht auf.</p>
<p><strong>3. Wäre es in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll, über eine vollständige Offenlegung der Verträge nachzudenken?</strong></p>
<p>Schon aus Gründen des Datenschutzes, kann eine Kommune nicht entscheiden, ob sie entsprechende Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie ist ebenso wie alle anderen Personen an Recht und Gesetz gebunden.</p></blockquote>
<h2>Der Bürger als Bittsteller</h2>
<p>Die Antwort auf Frage 1 verdeutlicht die Position des Bürgers aus Sicht unseres Staates: Wir Bürger sind nicht der Souverän, dem die Verwaltung Rechenschaft schuldet, damit wir sie kontrollieren können, sondern (lästige?) Bittsteller. Eine moderne, demokratische Wissensgesellschaft funktioniert anders: In ihr ist der mündige Bürger Mittelpunkt staatlichen Handelns und es gilt das Prinzip der Offenheit, statt des Prinzips der Geheimhaltung. Staatliche Daten und Dokumente müssen dem Bürger proaktiv zur Verfügung gestellt werden und nicht erst auf dessen Antrag hin.</p>
<h2>Einschüchterung statt Aufklärung</h2>
<p>Dass die Stadt bunte Informationsbroschüren drucken kann, die eine schöne heile Welt vorgaukeln, hat sie bereits bewiesen. Wenn es jedoch um die Klarstellung von Fakten rund um das Projekt geht, wird die Jura-Keule ausgepackt. Der Hinweis auf die Verschwiegenheitspflichten und die &#8220;gesetzlichen Vorgaben&#8221; in Antwort 2 soll jedem Verwaltungsangestellten klarmachen: Whistleblower sind unerwünscht und werden mit der Härte des Gesetzes bestraft. Aufgeklärte, mündige Bürger, die Einblicke in das Projekt bekommen, sind unerwünscht &#8211; von effektiver Mitbestimmung ganz zu schweigen.</p>
<h2>Deckmantel Datenschutz</h2>
<p>Die Antwort auf Frage 3 schmerzt besonders, wenn man als engagierter Bürgerrechtler für den Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch kämpft. Hier wird der Datenschutz als Vorwand für intransparentes Verwaltungshandeln vorgeschoben. Datenschutz ist ein Grundrecht und dient weder der Verschleierung staatlichen Handelns noch der Sicherung von Geschäftsgeheimnissen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Antwort der Verwaltung ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden interessierten Bürgers. Als solcher wird man zum Bittsteller degradiert, von wesentlichen Informationen abgeschnitten und das alles auch noch unter dem Deckmantel der eigenen Grundrechte. Grundrechte die eigentlich den Bürger vor dem Staat beschützen sollen &#8211; und nicht umgekehrt.</p>
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		<title>Was ändert die POG-Novelle?</title>
		<link>http://kontroversen.de/2010/09/was-andert-die-pog-novelle/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 16:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin immer noch nicht dazu gekommen, mich intensiv inhaltlich mit den Änderungen des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) außeinanderzusetzen. Und warum? Weil ich erstmal die Arbeit der Landesregierung übernehmen und in fitzeliger Kleinstarbeit selbst die durch die Gesetzesnovelle bewirkten Änderungen &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/09/was-andert-die-pog-novelle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin immer noch nicht dazu gekommen, mich intensiv inhaltlich mit den Änderungen des <a href="http://kontroversen.de/2010/09/pog-novelle-verfugbar-mehr-oder-weniger/">Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG)</a> außeinanderzusetzen. Und warum? Weil ich erstmal die Arbeit der Landesregierung übernehmen und in fitzeliger Kleinstarbeit selbst die durch die Gesetzesnovelle bewirkten Änderungen hervorheben musste, um überhaupt einen Überblick zu gewinnen.</p>
<p>Die Regierung &#8211; und da ist die Landesregierung Rheinland-Pfalz leider nicht allein &#8211; hält es offensichtlich nicht für nötig, die von ihr angestrebten Gesetzesänderungen transparent zu machen. Dabei sind die Unterschiede mit wenigen Mausklicks hervorgehoben, sofern man denn Zugriff auf die Orginaldokumente hat und nicht mit einem PDF der Form &#8220;In §3 Absatz 4 Satz 5 wird &#8230; durch &#8230;. ersetzt&#8221; hantieren muss. Das ist nicht nur für den interessierten Bürger ärgerlich, sondern erschwert auch die Arbeit des Parlaments erheblich.</p>
<p>Ich hab mir beste Mühe gegeben ein übersichtliches <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diff">Diff</a> zu erstellen, um mir selbst und allen die inhaltlich am POG interessiert sind die Arbeit zu erleichtern. Eine 100%ige Gewähr, dass ich alles richtig gemacht habe, kann ich aber natürlich nicht geben. Wenn ihr Fehler findet sagt mir Bescheid.</p>
<p>Hier sind die <a href="/wp-content/uploads/pog-diff-2010-08-18.pdf">Unterschiede als PDF</a>. Außerdem sind hier die <a href="/wp-content/uploads/pog-aktuelle-fassung.txt">ursprüngliche Version</a> sowie die <a href="/wp-content/uploads/pog-geaenderte-fassung.txt">geänderte Version</a> als Textdateien. Die Dokumente sind auf die geänderten Passagen des POG beschränkt, d.h. alles was sich eh nicht geändert hat, hab ich rausgelassen.</p>
<p>Nun kann ich mich endlich dem Inhalt der Gesetzesnovelle widmen, hoffe aber, dass ich damit nicht allein bin, sondern sich viele Leute damit befassen und wir gemeinsam alle kritischen Stellen aufzeigen können. Pingt mich an, wenn ihr über die POG-Novelle bloggt, oder schreibt eure Anmerkungen in die Kommentare. Das Thema <a href="/2010/08/spd-will-online-durchsuchungen-und-rasterfahndung-in-rheinland-pfalz/">verdient unsere Aufmerksamkeit</a>!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>POG-Novelle verfügbar (mehr oder weniger)</title>
		<link>http://kontroversen.de/2010/09/pog-novelle-verfugbar-mehr-oder-weniger/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 16:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gleich nachdem der Ministerrat die Novelle des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) beschlossen hatte, habe ich mich beim Innenministerium nach dem aktuellen Gesetzesentwurf erkundigt, da dieser im Internet nicht auffindbar war. Bis heute blieb meine Mail und ein späteres Nachhaken völlig &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/09/pog-novelle-verfugbar-mehr-oder-weniger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich nachdem der Ministerrat die Novelle des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) <a href="http://kontroversen.de/2010/08/spd-will-online-durchsuchungen-und-rasterfahndung-in-rheinland-pfalz/">beschlossen hatte</a>, habe ich mich beim Innenministerium nach dem aktuellen Gesetzesentwurf erkundigt, da dieser im Internet nicht auffindbar war. Bis heute blieb meine Mail und ein späteres Nachhaken völlig ohne Antwort!</p>
<p>Mein Vorstandskollege <a href="http://twitter.com/Stop_Secret">Ingo Höft</a> wandte sich an das <a href="http://www.rlp.de/service/buergerbuero/">Bürgerbüro der Landesregierung</a> und hatte damit deutlich mehr Erfolg, auch wenn der Weg etwas holprig war. Das Bürgerbüro verwies ihn auf den Landtag, und die Mitarbeiterin dort auf das Dokumentenverwaltungssystem &#8220;<a href="http://www.landtag.rlp.de/Internet-DE/nav/8fa/8fa2427a-6405-a01b-e592-6bf983c6eaca&amp;wp=15.htm">OPAL</a>&#8220;. Dort müsse man nur die Drucksachennummer 15/4879 eingeben. Auch das Schlagwort &#8220;POG&#8221; funktioniert, man braucht damit aber ein paar Klicks mehr. Eine offene Schnittstelle zum System gibt es nicht und Google kann die Dokumente auch nicht nach Schlagworten indizieren. Mit der Drucksachennummer findet aber auch Google das Dokument (und das Ergebnis 15/4879=0,00307440049).</p>
<p>Um euch den ganzen Quark zu ersparen hier der <a href="http://www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/4879-15.pdf">Link zum Dokument</a>. Es lebe das WWW!</p>
<p>Die Mitarbeiter mit denen Ingo Kontakt hatte waren übrigens allesamt sehr freundlich und hilfsbereit, das soll an dieser Stelle auch mal erwähnt werden! Für das verkorkste System können die nix, vielmehr leiden sie mit darunter.</p>
<p>Jetzt bin ich aber leider noch nicht dazu gekommen, mich auch inhaltlich mit dem Gesetzesentwurf außereinander zu setzen. Die Art und Weise der Veröffentlichung macht dies auch nicht besonders einfach. Wie üblich gibt es nur das Änderungsgesetz (in Paragraph x, Absatz y, Satz z wird Wort 3 durch &#8220;foo&#8221; ersetzt&#8230;), eine konsolidierte Fassung oder gar ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diff">Diff</a> fehlt. Alles muss man wieder selber machen&#8230; Wenn jemand Zeit und Muße hat, immer her damit <img src='http://kontroversen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Podiumsdiskussion &#8220;Privatsphäre vs. Öffentlichkeit&#8221;</title>
		<link>http://kontroversen.de/2010/08/podiumsdiskussion-privatsphare-vs-offentlichkeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 16:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 02. und 03. Oktober findet in Kassel die openmind 2010 statt, eine Konferenz mit angeschlossenem Barcamp für Netzpolitiker, -aktivisten und –philosophen. Ich werde dort an der Podiumsdiskussion &#8220;Spannung zwischen Privatssphäre und Öffentlichkeit&#8221; teilnehmen. Wo hört Privatsphäre auf und wo &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/08/podiumsdiskussion-privatsphare-vs-offentlichkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 02. und 03. Oktober findet in Kassel die <a href="http://www.om2010.de/">openmind 2010</a> statt, eine Konferenz mit angeschlossenem Barcamp für Netzpolitiker, -aktivisten und –philosophen.</p>
<p>Ich werde dort an der Podiumsdiskussion <a href="http://www.om2010.de/content/teilnehmer-der-podiumsdiskussion">&#8220;Spannung zwischen Privatssphäre und Öffentlichkeit&#8221;</a> teilnehmen. Wo hört Privatsphäre auf und wo fängt Transparenz und öffentliches Auftreten an? Dieses Spannungsfeld wird derzeit auch in der Piratenpartei rund um das Tool <a href="https://lqfb.piratenpartei.de/">Liquid Feedback</a> <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2920-Ein-Sturm-aus-Scheisse-ist-auch-eine-Art-fluessiges-Feedback.html">vehement</a> <a href="http://www.matthias-heppner.de/blog/item/feedback-auf-blogeintrag-liquid-feedback---der-schmale-grat-zwischen-einhaltung-und-verrat-der-eigenen-prinzipien.html">diskutiert</a>.</p>
<p>Transparenz und Datenschutz sind für mich kein Widerspruch. Seit jeher fordert die Piratenpartei einen transparenten Staat, statt gläserne Bürger. Ebenso fordere ich eine transparente Partei, statt gläserne Piraten. Die politische Meinung eines jeden Bürgers bedarf eines besonderen Schutzes. Dieser Schutz ist wesentliche Voraussetzung für die freie und ungezwungene Meinungsäußerung ohne <a href="http://kontroversen.de/2010/03/uberwachungsdruck-am-lebenden-subjekt-erprobt/">Überwachungsdruck</a>.</p>
<p>Mit mir diskutieren Werner Hülsmann, Datenschutzaktivist und <a href="http://extdsb.wordpress.com/">externer Datenschutzbeauftragter</a> der Piratenpartei, der <a href="http://www.netzpolitik.org/2008/netzpolitiktv-058-christian-heller-ueber-post-privacy/">Post-Privacy</a> Aktivist Christian Heller aka plomlompom und Bastian Greshake von den <a href="http://www.piratenpartei-nrw.de/portal/listenkandidaten/bastian-greshake">Piraten NRW</a>. Ich freue mich auf eine zielgerichtete, konstruktive und bereichernde Debatte.</p>
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		<title>Aktuelle Fassung des JMStV verfügbar</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 20:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Staatskanzlei Mainz zeigt sich zwar aktuell sehr gesprächsbereit, weigert sich aber dennoch den aktuellen Entwurf des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) herauszugeben. Das sei erst Ende nächster Woche möglich. Nichtsdestotrotz ist die Piratenpartei an den Entwurf vom 18. Februar gelangt und hat &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/02/aktuelle-fassung-des-jmstv-verfugbar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Staatskanzlei Mainz zeigt sich zwar aktuell sehr gesprächsbereit, weigert sich aber dennoch den aktuellen Entwurf des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) herauszugeben. Das sei erst Ende nächster Woche möglich.</p>
<p>Nichtsdestotrotz ist die Piratenpartei an den Entwurf vom 18. Februar gelangt und <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Arbeitsentwurf_JMStV_Stand_18.02.2010.pdf">hat diesen veröffentlicht</a>. Auch Carta bietet die ihnen vorliegende Fassung <a href="http://carta.info/23450/jmstv-der-arbeitsentwurf-vom-18-februar-zum-download/">seit heute zum Download an</a>. (Die Dateien sind unterschiedlich formatiert, es sollte sich jedoch inhaltlich um das gleiche Dokument handeln. Ich kam bisher noch nicht dazu das im Detail zu prüfen.)</p>
<p>Weiterhin hat der CCC Mainz nun die <a href="http://www.cccmz.de/?p=767">Komplettfassung des JMStV inklusive der geplanten Änderungen veröffentlicht</a>, sowie PDF-Dokumente die mit farblicher Hervorhebung die Änderungen des alten und des jetzt vorliegenden Vertragsentwurfs verdeutlichen. Diese Arbeit hat sich freundlicherweise Patrick Georgi gemacht. Vielen Dank dafür, das erleichtert die Analyse der Änderungen ungemein!</p>
<p>Bei der heutigen Mahnwache auf dem Gutenbergplatz in Mainz war übrigens ordentlich was los. Die Piratenpartei Rheinland-Pfalz und Hessen, die Jungen Piraten sowie die Grüne Jugend waren vertreten. Zahlreiche Passanten zeigten sich interessiert und das Wetter war gut <img src='http://kontroversen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Der Rechtsstaat bin ich!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 19:53:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Image by xjyxjy via Flickr Unser Staat geht davon aus, dass er selbst ein Rechtsstaat ist und dass deshalb seine Organe auch stets rechtmäßig handeln. So hat es mir mein Anwalt heute erklärt, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Aufgrund &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/02/der-rechtsstaat-bin-ich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="zemanta-img" style="display: block; float: left; width: 250px; margin: 1em;">
<div>
<dl class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.flickr.com/photos/57423871@N00/51519638"><img title="051003 storting crown prince's crown" src="http://farm1.static.flickr.com/29/51519638_6b899a7d1c_m.jpg" alt="051003 storting crown prince's crown" width="240" height="207" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd zemanta-img-attribution" style="font-size: 0.8em;">Image by <a href="http://www.flickr.com/photos/57423871@N00/51519638">xjyxjy</a> via Flickr</dd>
</dl>
</div>
</div>
<p>Unser Staat geht davon aus, dass er selbst ein Rechtsstaat ist und dass deshalb seine Organe auch stets rechtmäßig handeln. So hat es mir mein Anwalt heute erklärt, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Aufgrund dieser Grundannahme hat unser Staat offenbar keine Probleme damit sich selbst Vollstreckungstitel auszustellen. âEUR?Ich bin ja ein RechtsstaatâEURoe, denkt er sich, âEUR?und somit sind meine Forderungen selbstverständlich auch rechtmäßigâEURoe. Auch wenn mein Anwalt ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnte: Vollends nachvollziehen kann ich die Forderung, die die Landesjustizkasse Mainz mir gegenüber erhebt noch nicht. Man hält es auch nicht für nötig mir die Forderung transparent zu machen. Warum auch? Denn im Gegensatz zu Unternehmen und jedem Bürger dieses Staates, kann der Staat selbst auf ein ordentliches Mahnverfahren verzichten. Zahle ich nicht, droht Zwangsvollstreckung, Ordnungshaft und ein Eintrag ins Schuldnerverzeichnis. Möglich macht das laut meiner eigenen Recherche das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungs-Vollstreckungsgesetz_(Deutschland)">Verwaltungs-Vollstreckungsgesetz</a> bzw. dessen <a href="http://rlp.juris.de/rlp/gesamt/VwVG_RP.htm">Pendant auf Landesebene</a>, diese oder andere Rechtsgrundlagen wurden aber nicht aufgeführt. Also denn, dann zahle ich mal als treuer Diener des Staates. Ich will auch gar nicht abstreiten, dass die Forderung berechtigt ist âEUR&#8221; nur die Art und Weise wie sie intransparent und hoheitlich erhoben wird ist eines Rechtsstaats meiner Meinung nach nicht würdig.</p>
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		<title>Offenheit und Transparenz bewahren &#8211; Richtlinien schaffen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 17:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine persönlichen Ziele für die weitere Entwicklung der Piratenpartei &#8211; Teil I: Innerparteiliche Strukturen Mehr als ein Jahr ist mittlerweile seit der Gründung des Landesverbands Rheinland-Pfalz vergangen und seitdem hat sich einiges geändert. Wir haben unsere erste Bundestagswahl hinter uns &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/10/offenheit-und-transparenz-bewahren-richtlinien-schaffen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Meine persönlichen Ziele für die weitere Entwicklung der Piratenpartei &#8211; Teil I: Innerparteiliche Strukturen</h2>
<p>Mehr als ein Jahr ist mittlerweile seit der Gründung des Landesverbands Rheinland-Pfalz vergangen und seitdem hat sich einiges geändert. Wir haben unsere erste Bundestagswahl hinter uns und ein nicht enden wollender Zustrom an Neumitgliedern erfasst uns. Dies erfordert eine Neuausrichtung und Selbstfindung der Piratenpartei und auch des Landesverbands Rheinland-Pfalz. Unseren Wählern sind wir konkrete Antworten und Konzepte zu unserer Vorstellung einer demokratischen Informationsgesellschaft schuldig. Innerparteilich müssen wir uns so strukturieren, dass trotz des starken Wachstums Basisdemokratie und Transparenz erhalten bleiben bzw. noch verbessert werden. Zudem stehen wir vor der Herausforderung in den kommenden Monaten die Piratenpartei für Medien, Bürger und Mitglieder weiterhin interessant zu halten.</p>
<p>Da meine Ziele doch etwas umfangreicher werden, als zunächst gedacht, habe ich mich entschieden, sie an dieser Stelle in vier Teilen nach und nach zu veröffentlichen:</p>
<p>Teil I: Innerparteiliche Strukturen<br />
Teil II: Öffentliche Präsenz<br />
Teil III: Inhaltliche Entwicklung<br />
Teil IV: Werte</p>
<h2>Innerparteiliche Strukturen</h2>
<p>Eine der wichtigsten Herausforderungen in den kommenden Monaten wird sein, unsere Strukturen zu festigen. Vieles was noch vor der Europawahl problemlos funktionierte wird zunehmend zu einem Ding der Unmöglichkeit. Unser hohes Mitgliederwachstum ist ein Segen, aber auch eine große Gefahr für die Partei, wenn wir darauf falsch reagieren.</p>
<p>Die Piratenpartei ist seit jeher eine Partei, die offen ist, das heißt, in die man seine Ideen leicht einbringen kann und in der man sogar ohne Mitgliedschaft aktiv mitarbeiten kann. Das was die Piratenpartei ausmacht, entsteht in der Basis, wird von einfachen Mitgliedern und Sympathisanten erarbeitet und in das politische Tagesgeschehen eingebracht. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei und nicht unwesentlich für unseren Erfolg verantwortlich. Wir müssen diese <strong>Offenheit bewahren</strong>, um uns vor Verkrustung wie bei den etablierten Parteien zu schützen.</p>
<p>Dies bedeutet auch, dass wir eine Lösung finden müssen, wie wir unserem <strong>basisdemokratischen Anspruch</strong> bei weiterem Wachstum gerecht werden können. Ein herkömmlicher Bundesparteitag wird bald nicht mehr durchführbar sein. Andere Parteien behelfen sich mit Delegiertenkonferenzen und führen so eine hierarchische Trennung zwischen Parteibasis und Entscheidern ein. Dies genügt meiner Meinung nach nicht dem Anspruch der Piratenpartei und hierfür müssen wir basisdemokratische Lösungen finden.</p>
<p>Gleichzeitig müssen wir aber auch Richtlinien formulieren und klare Regeln aufstellen. Viele Neumitglieder fühlen sich hilflos, da sie nicht wissen wo sie anfangen sollen, wie sie sich einbringen können oder wie sie eine bestimmte Sache erreichen können. Fragen nach Abläufen und Richtlinien erreichen mich täglich. Die Antwort ist so simpel wie unbefriedigend: Es gibt in den meisten Fällen weder Richtlinien noch <strong>klar definierte Abläufe</strong>, oder zumindest sind diese nicht dokumentiert. Oder sie sind dokumentiert, aber in den unendlichen Weiten des Wikis nicht auffindbar. Unser Ziel muss es sein, <strong>klare Richtlinien</strong> aufzustellen, Abläufe nachvollziehbar zu dokumentieren und die Einstiegshürden für Neumitglieder zu senken. Dabei muss unser Grundsatz der<strong> innerparteilichen Transparenz</strong> stets im Mittelpunkt stehen.</p>
<p>Ein weiterer organisatorischer Schritt ist die <strong>Gründung von Untergliederungen</strong>. Ich erachte für Rheinland-Pfalz die Gründung von Kreisverbänden als sinnvoll. In einigen Landkreisen sind bereits Vorbereitungen im Gange. Durch Untergliederungen kann der Landesvorstand entlastet werden und die Piraten vor Ort können selbständiger agieren.</p>
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		<title>Schüler-Interview</title>
		<link>http://kontroversen.de/2009/05/schuler-interview/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 08:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mal ein Interview der etwas anderen Art: Die 10b der Geschwister-Scholl-Realschule Westerburg nimmt gerade die Europäische Union durch und hat mich für eine Projektarbeit als Europakandidaten befragt: 1. Wie wichtig ist Ihnen die Meinung der Jugendlichen? Die Meinung von Jugendlichen &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/05/schuler-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal ein Interview der etwas anderen Art: Die 10b der Geschwister-Scholl-Realschule Westerburg nimmt gerade die Europäische Union durch und hat mich für eine Projektarbeit als Europakandidaten befragt:</p>
<p><strong>1. Wie wichtig ist Ihnen die Meinung der Jugendlichen?</strong></p>
<p>Die Meinung von Jugendlichen ist mir sehr wichtig. Ich bin ja selbst erst 23 und in der Piratenpartei sind insgesamt sehr viele junge Leute. Die Mitgliedschaft ist bei uns schon ab 16 Jahren möglich. Zudem haben wir seit kurzem auch einen eigenen Jugendverband, die &#8220;Jungen Piraten&#8221;.</p>
<p>Jugendliche haben eine andere Sichtweise auf die Welt, als ältere Generationen. Sie verstehen und nutzen neue Technologien schneller, während bei den älteren Politikern oft eine unberechtigte Angst vor neuen Dingen besteht und deshalb falsche Politik betrieben wird.</p>
<p>Ganz besonders wichtig ist mir die Meinung von Jugendlichen bei der Bildungspolitik, denn sie sind direkt davon betroffen. Die Piratenpartei hat noch kein Bildungsprogramm, arbeitet jedoch mit Hochdruck daran. Für die Europawahl ist es aber auch noch nicht ganz so wichtig, da Bildung Sache der einzelnen Bundesländer ist. Spätestens zur Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz werden wir aber ein Bildungsprogramm vorlegen, welches auch den Interessen der Schüler und Studenten gerecht wird.</p>
<p><strong>2. Was hat Sie dazu gebracht ins Europäische Parlament eintreten zu wollen?</strong></p>
<p><strong></strong>Die etablierten Parteien vertreten meine Ziele einfach nicht. Auch wenn vieles, was die Opposition derzeit von sich gibt gut klingt: Es ist kein Geheimnis, dass die gleichen Parteien an der Regierung noch völlig anders gehandelt haben. Ich vertraue diesen Leuten nicht mehr. Deshalb nehme ich meine Zukunft selbst in die Hand und kämpfe für mich und meine Mitbürger für ein freiheitliches, selbstbestimmtes und demokratisches Informationszeitalter.</p>
<p><strong>3. Was versprechen Sie Ihren Wählern?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich kann nur versprechen, dass ich keine falschen Versprechungen mache. Ich finde es unglaublich dreist, was manche Politiker im Wahlkampf fordern und versprechen. Wenn man da 1+1 zusammenzählt wird schnell klar, dass es alles leere Phrasen sind, um Stimmen zu fangen.</p>
<p>Ich verspreche, dass ich bei Freiheit und Bürgerrechten keine Kompromisse mache, und dass ich nicht einfach auf Lobbyisten höre, sondern mein bestes gebe eine ausgewogene Meinung zu bilden.</p>
<p><strong>4. Was wollen Sie verändern?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich sehe einen riesigen Berg Arbeit vor mir. Zunächst einmal muss die EU demokratischer werden. Das bewährte demokratische Fundament aus Gewaltenteilung, allgemeinen, freien, gleichen, unmittelbaren und geheimen Wahlen muss auch für die EU gelten. Leider ist die EU für den Bürger auch sehr schwer zu durchschauen. Für eine echte Demokratie, in der der Bürger aktiv am politischen Geschehen teilhaben kann, muss die EU viel transparenter werden. Selbst die Abgeordneten blickten oft nicht mehr durch. Wir brauchen klare Strukturen, leicht zugängliche Informationen und nachvollziehbare Prozesse. Im Moment ist der Einfluss von Lobbyisten noch viel zu groß.</p>
<p><strong>5. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?</strong></p>
<p><strong></strong>Realistisch betrachtet werden wir wohl keine deutschen Abgeordneten für das Europäische Parlament stellen. Die Partei ist noch sehr jung und wird noch weit abseits der 5%-Hürde landen. Ich hoffe aber sehr stark auf 0,5%. Ab diesem Wahlergebnis erhalten wir die staatliche Parteienfinanzierung. Das mag jetzt gierig klingen, aber das Geld ist ja nicht für uns persönlich, sondern wird gebraucht um Flyer und Plakate zu drucken, Infostände durchzuführen und vieles mehr um auf unsere Ziele aufmerksam zu machen. Es ist somit ein wichtiger Schritt für den zukünftigen Erfolg der Partei.</p>
<p>In Schweden sehen unsere Chancen schon deutlich besser aus: Aktuellen Umfragen zufolge liegt die dortige Piratenpartei (die Piratpartiet) bei 5,1%. Mit diesem Ergebnis kann ein schwedischer Pirat ins Europaparlament einziehen! Eine Studie der London School of Economics sowie des Trinity College in Dublin errechnet sogar 8,5% und somit 2 Abgeordnete. Das ist nicht viel, aber gibt uns schon die Möglichkeit, Themen im Parlament einzubringen, die ansonsten zu wenig Beachtung erhalten. Dies ist eine gute Basis um langfristig zu wachsen.</p>
<p><strong>6. Was sind Ihre Schwächen bzw. Stärken?</strong></p>
<p><strong></strong>Meine Schwäche ist, dass ich noch jung und als Politiker unerfahren bin. Das hilft mir aber auch gleichzeitig dabei, die Dinge anders zu sehen und neue Ansätze in die Politik zu bringen. Als IT-Experte kenne ich die Chancen und Gefahren, die sich durch Informationstechnologie ergeben. Das ist eine wichtige Voraussetzung um kompetent mitreden zu können, bei Themen wie Internetfiltern, Telekommunikationsüberwachung und dem Urheberrecht in der digitalen Welt. Die meisten Abgeordneten scheitern schon an den Grundlagen, insbesondere die ältere Generation. Außerdem arbeite ich sehr organisiert und kann gut mit Stress umgehen.</p>
<p><strong>7. Wie machen sie Werbung für sich?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich mache gar keine Werbung für mich. Wir haben auch gar keine Plakate auf denen Personen abgebildet sind. Uns geht es um unsere Ziele: Die Bürgerrechte, ein verbesserter Datenschutz, ein transparenter Staat und ein faires Urheberrecht. Es sind diese Ziele die ich aktiv bewerbe und für die ich mich einsetze. Dazu stehe ich auch oft selbst an Infoständen in verschiedenen Städten und versuche die Menschen von unserem Anliegen zu überzeugen. Eine ganz große Rolle spielt auch das Internet: Ich trete in direkten Kontakt mit den Menschen in sozialen Netzwerken wie Wer-kennt-wen, bei Twitter und in Blogs.</p>
<p><strong>8. Seit wann sind Sie im politischen Bereich tätig? Und wie?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich war schon in meiner Schulzeit politisch interessiert, habe mich aber nie aktiv in Parteien oder politischen Organisationen engagiert. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten, täglich Meldungen zu lesen, wie Politiker immer neue Überwachungsgesetze beschließen und nach und nach das Internet kaputt machen. Ich wollte nicht mehr tatenlos zusehen.</p>
<p>Ende 2007 wurde ich dann auf die Demonstration &#8220;Freiheit-statt-Angst&#8221; in Berlin aufmerksam. Das war für mich der Zeitpunkt zu sagen: Jetzt mache ich mit! Auf der Demo lernte ich viele aktive Bürgerrechtler und Mitglieder der Piratenpartei kennen. Schon kurz darauf besuchte ich ein Treffen der Piratenpartei in Rheinland-Pfalz und bin seitdem aktiv dabei. Ich habe monatelang am Aufbau des Landesverbands Rheinland-Pfalz mitgearbeitet und wurde auf dessen Gründung im Juni 2008 zum Landesvorsitzenden gewählt.</p>
<p><strong>9. Finanzkrise. Ihre Stellungnahme hierzu.</strong></p>
<p><strong></strong>Mit Finanzpolitik kenne ich mich noch nicht so gut aus, daher halte ich mich mit Stellungnahmen zurück. Frei nach Dieter Nuhr: âEUR?Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.&#8221; Ich beobachte jedoch mit Sorge, dass manche Politiker gerne Krisen heraufbeschwören, um politische Forderungen zu unterstreichen, sei es Finanz-, Wirtschafts- oder Bildungskrise. Die Fakten werden dadurch verschleiert. Die Gesellschaft steht jederzeit vor Problemen, die wir gemeinschaftlich lösen müssen. Das geht nur mit sachgerechter Politik und nicht mit Schwarzmalerei und Angstmache. Eine Krise ist kein âEURoeDingâEUR, das man irgendwie wegräumen könnte, sondern eine Summe von Faktoren, die sich nachteilig auf die Gesellschaft auswirken. Wir müssen diese Faktoren identifizieren und anpassen.</p>
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		<title>Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 18:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ACTA steht für Anti-Counterfeiting Trade Agreement, was frei übersetzt etwa &#8220;Handelsabkommen zur Bekämpfung von Fälschungen&#8221; heißt. Das Abkommen wird seit mehreren Jahren geheim verhandelt, mit dem vorgeblichen Ziel, den Handel mit Produktfälschungen und urheberrechtlich geschützten Werken zu bekämpfen. Regierungen aus &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/04/das-anti-counterfeiting-trade-agreement/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ACTA steht für Anti-Counterfeiting Trade Agreement, was frei übersetzt etwa &#8220;Handelsabkommen zur Bekämpfung von Fälschungen&#8221; heißt. Das Abkommen wird seit mehreren Jahren geheim verhandelt, mit dem vorgeblichen Ziel, den Handel mit Produktfälschungen und urheberrechtlich geschützten Werken zu bekämpfen. Regierungen aus Ländern weltweit und Lobbyisten der Rechteinhaber sind an den Verhandlungen beteiligt. Außen vor bleiben Künster und Bürgerrechtsorganisatoren, sowie die Bürger selbst.</p>
<p>Sowohl in Europa als auch den USA wurde von Bürgerrechtsorganisationen mehrfach versucht, Informationen über ACTA ans Tageslicht zu bringen. Selbst unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetzt konnte eine Veröffentlichung des Vertragsentwurfs nicht erreicht werden. Angeblich sei durch eine Veröffentlichung die &#8220;nationale Sicherheit&#8221; gefährdet, <a href="http://www.heise.de/newsticker/US-Regierung-haelt-Informationen-ueber-geplantes-Anti-Piraterie-Abkommen-weiter-unter-Verschluss--/meldung/134554">so erst kürzlich der neue Hoffnungsträger Obama</a>.</p>
<p>Solche Behauptungen und die Geheimniskrämerei lassen die Gerüchteküche brodeln. Schlimme Vermutungen bestätigten sich, als 2008 bei Wikileaks <a href="http://netzpolitik.org/2008/acta-raubkopierer-werden-verbrecher/">Informationen über die möglichen Inhalte</a> des Abkommes auftauchten. Mit dabei: Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern, Durchsuchung von Notebooks, MP3-Playern und anderen Datenträgern durch den Zoll, Sperren von Websites durch die Provider, kurzum: massive Einschränkungen der Bürgerrechte.</p>
<p>Vor einigen Tagen gab die US-Regierung dem wachsenden Druck nach und veröffentlichte wenigstens eine <a href="http://www.heise.de/newsticker/US-Regierung-veroeffentlicht-Details-ueber-geplantes-Anti-Piraterieabkommen--/meldung/135896">sechsseitige Zusammenfassung des aktuellen Vertragsentwurfs</a>. (<a href="http://www.ustr.gov/assets/Document_Library/Fact_Sheets/2009/asset_upload_file917_15546.pdf">PDF</a>)</p>
<p>Das Papier gibt an, dass die Idee eines solchen Abkommens in 2006 von Japan und den USA initiiert wurde, um das vermeintliche &#8220;geistige Eigentum&#8221; international durchzusetzen. Zunächst seien nur Kanada, die Europäische Kommission, Japan, die Schweiz und die USA beteiligt gewesen. Erst seit Juni 2008 diskutiere man das Abkommen auch mit Australien, den 27 EU-Staaten, Mexiko, Marokko, Neuseeland, Südkorea und Singapur. Weiterhin sei es allgemein üblich, dass Verhandlungen zwischen &#8220;souveränen Staaten&#8221; in einem so frühen Stadium noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Verhandlungsteilnehmer scheinen zu vergessen, wer der Souverän ist.</p>
<p>Als Ziel von ACTA wird angegeben, internationale Standards einzuführen um &#8220;geistiges Eigentum&#8221; durchzusetzen. Dabei setze man den Fokus angeblich auf kommerzielle Fälschungen und nicht auf die Handlungen von gewöhnlichen Bürgern. In Grund- und Bürgerrechte solle nicht eingegriffen werden.</p>
<p>Das Dokument fasse die Inhalte zusammen, die aktuell unter Diskussion ständen, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die Verhandlungen noch laufen und noch zusätzliche Punkte hinzukommen könnten, während andere wieder fallen gelassen werden. Insgesamt ist die Zusammenfassung aber extrem vage gehalten. Zur zivilrechtlichen Durchsetzung von Immaterialgüterrechten möchte man zum Beispiel Gerichten oder Behörden die Befugnisse geben &#8220;bestimmte Handlungen&#8221; durchzuführen, wenn eine Verletzung &#8220;geistiger Eigentumsrechte&#8221; nachgewiesen ist.</p>
<p>Auch die &#8220;Maßnahmen an Grenzen&#8221; sind sehr vage gehalten. Beängstigend klingt die Möglichkeit eines Verbots, auch Waren, die nur zum persönlichen Gebrauch gedacht sind, über die Grenze zu führen. Die Entscheidungskompetenz, ob Güter Rechte verletzen oder nicht, soll wieder irgendeine &#8220;authority&#8221; besitzen.</p>
<p>Brisant wird es im Abschnitt &#8220;Strafrechtliche Maßnahmen&#8221;. Hier soll geklärt werden, ab wann eine Rechtsverletzung strafrechtliche Bedeutung hat. Bislang sind zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen in Deutschland lediglich Vergehen, aber kein Verbrechen. Dies könnte sich durch ACTA ändern.</p>
<p>Ein weiterer Abschnitt soll ich laut der Zusammenfassung komplett dem &#8220;Digitalen Umfeld&#8221; widmen. Meiner Meinung nach ist das das spannendste und heikelste Thema. Die Zusammenfassung hält sich noch sehr bedeckt, der Abschnitt soll sich aber unter anderem mit der Rolle der Internetprovider befassen, Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden! Es steht zu befürchten, dass durch ACTA mal wieder der Versuch gestartet wird, die Provider für die übertragenen Inhalte verantwortlich zu machen. Für den Abschnitt gibt es angeblich noch keinen Entwurf. Man sei vielmehr damit beschäftigt, Informationen über die unterschiedlichen nationalen Regelungen zu sammeln.</p>
<p>Ein komplettes Kapitel widmet sich der internationalen Zusammenarbeit, ein weiteres soll bestimmen, wie die von ACTA geschaffenen Regelungen durchgesetzt werden. Alles in allem ist die Zusammenfassung aber sehr vage und abstrakt. Die Formulierungen lassen viel Spielraum. Von einer Fokusierung auf internationale, kommerzielle Produktfälscher bishin zur Verfolgung von harmlosen Bagetelldelikten mitsamt Einschränkungen der Bürgerrechte ist meiner Ansicht nach alles möglich.</p>
<p>Letztendlich ist es entscheidend, wer an dem Vertrag mitwirkt und bestimmt, was letztendlich drin steht. Die Tatsache, dass das Abkommen weiterhin geheim und mit starken Lobbyeinfluss zwischen Regierungen verhandelt wird lässt wenig hoffen. Bereits am Telekom-Paket zeigt sich, wie gefährlich der Einfluss von Lobbyisten der Musik- und Filmindustrie für die bürgerlichen Freiheiten sein kann. Bei aller Spekulation um den möglichen Inhalt ist es meiner Meinung nach also zunächst am wichtigsten, dass die Öffentlichkeit nicht von den Verhandlungen ausgeschlossen wird und eine demokratische Debatte stattfinden kann.</p>
<p>Zwischenzeitlich ist übrigens ein <a href="http://netzpolitik.org/2009/acta-dokumente-veroeffentlicht/">Dokument bei Wikileaks</a> erschienen. Das 48 Seiten starke <a href="http://wikileaks.eu/leak/acta-drafts-2009.pdf">PDF</a> enthält mehrere ACTA-Entwürfe aus 2008, deren Struktur sich, soweit ich das überblicke, mit dem in der Zusammenfassung beschriebenen Aufbau deckt. Leider ist es ein gescanntes Dokument, dass sich somit nicht automatisch nach kritischen Schlüsselwörtern durchsuchen lässt. Wer etwas findet, darf dies gerne in den Kommentaren posten, ich kam noch nicht dazu mich näher damit zu befassen.</p>
<p><em>Disclaimer: Ich bin kein Jurist.</em></p>
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