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	<title>Kontroversen &#187; DNS</title>
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		<title>Kandidatenwatch: Filtersysteme, Anonymisierungsdienste und politische Einflussnahme</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 18:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>angelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidatenwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu meiner Antwort zum Thema Inhaltsfilterung gab es Rückfragen: Meine Frage: Ihr Parteiprogramm, Inhaltsfilterung: &#8220;Initiativen âEUR&#8221; politischer wie technischer Natur âEUR&#8221; zur Untergrabung von Filtersystemen sind im Rahmen außenpolitischer Möglichkeiten zu unterstützen.&#8221; Wie gedenken Sie voannte Initiativen zu unterstützen, respektive &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/05/kandidatenwatch-filtersysteme-anonymisierungsdienste-und-politische-einflussnahme/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu meiner Antwort zum Thema Inhaltsfilterung gab es Rückfragen:</p>
<blockquote><p>Meine Frage:<br />
Ihr Parteiprogramm, Inhaltsfilterung:<br />
&#8220;Initiativen âEUR&#8221; politischer wie technischer Natur âEUR&#8221; zur Untergrabung<br />
von Filtersystemen sind im Rahmen außenpolitischer Möglichkeiten zu<br />
unterstützen.&#8221;</p>
<p>Wie gedenken Sie voannte Initiativen zu unterstützen, respektive<br />
zuerst einmal zu initiieren? Wo liegt Ihre Akzeptanzschwelle zu<br />
&#8220;Initiativen âEUR&#8221; politischer wie technischer Natur&#8221;?</p>
<p>Ihre Anwort, Auszüge:</p>
<p>Als technische Initiative kann ich mir beispielsweise die Einrichtung &gt; Proxy-Servern<br />
alternativen DNS-Servern<br />
Wer finanziert diese und übt die Kontrolle aus?</p></blockquote>
<p>Meine Annahme lautet, dass es eine Initiative zur Untergrabung von Filtersystemen gibt, zum Beispiel in Form eines DNS-Servers. Die Kosten sind grundsätzlich von der Initiative zu tragen. Unser Parteiprogramm fordert nun aber genau eine Unterstützung solcher Initiativen, was für mich &#8211; neben der besagten ideellen Unterstützung &#8211; auch eine finanzielle Unterstützung bedeutet.</p>
<p>Die Kontrolle muss von der Öffentlichkeit ausgehen, d.h. weder die Initiative noch der Staat dürfen die Oberhand über die Funktionsweise der technischen Maßnahme erhalten. Am Beispiel DNS-Server hieße das, dass die korrekte Namensauflösung öffentlich nachprüfbar sein muss, bei Anonymisierungssoftware zum Beispiel, dass der Quellcode offen liegt.</p>
<blockquote><p>Das Wissen um die Möglichkeit der Eintragung eines alternativen<br />
DNS-Servers qualifiziert mittlerweise ja schon 20% der Internetnutzer in<br />
Deutschland zu &#8220;schwer Pädokriminellen&#8221;.</p></blockquote>
<p>Zumindest wenn es nach einer gewissen Ministerin geht, ja. Ich kann nur hoffen das solche Politiker zukünftig keine Stimmen mehr bekommen <img src='http://kontroversen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Entwicklung von Anonymisierungsdiensten<br />
Brauchen wir diese nur im Rahmen von &#8220;außenpolitischen Möglichkeiten&#8221;?</p></blockquote>
<p>Nein definitiv nicht. Ich habe mich in meiner Antwort lediglich auf die Außenpolitik bezogen da sich darauf die von Ihnen zitierte Stelle des Parteiprogramms richtet. Es ist für Demokratie und Meinungsfreiheit unerlässlich, dass man sich auch im Internet frei und unbeobachtet bewegen und äußern kann. Dazu zählt die Möglichkeit der Verschlüsselung und auch der Anonymisierung. Wobei die Anonymisierung in erster Linie durch Datensparsamkeit erreicht werden sollte. Anonymisierungdienste sehe ich dahingehend nur als Ergänzung um die Anonymität zu gewährleisten.</p>
<blockquote><p>Wer finanziert diese und übt die Kontrolle aus?</p></blockquote>
<p>Die Entwicklung neuer Anonymisierungsverfahren und darauf aufbauender Dienste kann und soll finanziell durch den Staat unterstützt werden. Durch den dezentralen Aufbau von Anonymisierungsnetzwerken gibt es keine zentrale Kontrollinstanz. Die Kosten sind für die einzelnen Betreiber gering, dennoch kann man auch hier über staatliche Förderung nachdenken.</p>
<blockquote><p>Wie wollen Sie diese vor den Begehrlichkeiten von Behörden aller Art<br />
schützen, (Tor)?</p></blockquote>
<p>Begehrlichkeiten entstehen überall dort wo Daten anfallen. Gesetze wie die Vorratsdatenspeicherung die große Datenhalden bilden müssen weg, Daten dürfen nur dort gesammelt werden, wo es unbedingt erforderlich ist. Ein Anonymisierungsserver der keine Rückschlüsse auf Personendaten zulässt, weckt auch keine Begehrlichkeiten. Außer natürlich nach Gesetzen, diese Daten dann doch zu speichern. Da liegt es aber am Wähler, die richtigen Politiker zu wählen, die diesen Unsinn nicht mitmachen. Um vorzubeugen halte ich es aber auch für sinnvoll, das Recht auf Anonymität im Internet und ein allgemeines Kommunikationsgeheimnis gesetzlich festzuschreiben.</p>
<blockquote><p>Ich hoffe ich konnte Ihre Frage damit zu Ihrer Zufriedenheit<br />
beantworten..</p>
<p>Nein. Nicht wirklich.</p></blockquote>
<p>Dann hoffentlich jetzt <img src='http://kontroversen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ansonsten wie gesagt, einfach Rückfragen stellen.</p>
<blockquote><p>Nach meiner persönlichen Wahrnehmung bedarf es für eine Änderung von<br />
politischen und sozialen Gegebenheiten mehr, als eine breite Zustimmung<br />
bestimmter wohlgesonnener Bevölkerungsgruppen, wie z.B. die<br />
Filesharer-Gemeinde, welche ja nicht unbedingt von altruistischen Motiven<br />
geleitet wird (ich rede an dieser Stelle nicht den &#8220;Rechteinhabern&#8221; das<br />
Wort).</p>
<p>Wie gedenken Sie eine politische Teilhabe (Einflussnahme) zu erreichen,<br />
jenseits von bits und bytes.</p>
<p>Ich bitte Sie um eine realistische Antwort.</p></blockquote>
<p>Die Unterstützung für die Piratenpartei beschränkt sich nicht auf Filesharer. Es gibt auch genauso wenig eine &#8220;Filesharer-Gemeinde&#8221; wie es<br />
eine Gemeinde der Autofahrer oder der Vegetarier gibt. Die Unterstützung für die Piratenpartei (genauer: für unsere Ziele, denn darum geht es!) erstreckt sich über mehrere Bevölkerungsgruppen. Die größte Zustimmung finden wir natürlich bei jungen Menschen, die im Umgang mit Technik und insbesondere dem Internet vertraut sind sowie bei Informatikern und anderen technikaffinen Berufsgruppen. Jedoch merke ich selbst, als jemand der regelmäßig an Infoständen teilnimmt und so mit den unterschiedlichsten Leuten auf der Straße in Kontakt kommt, dass auch andere Menschen aufgeschlossen gegenüber unseren Zielen sind, wenn man es ruhig und sachlich erklärt. Größtes Problem ist es derzeit diese Leute großflächig zu erreichen, dazu fehlt es unserer jungen Partei noch an Zeit, Geld und &#8220;Personal&#8221;. Ich bin jedoch in Anbetracht unseres stetigen Wachstums optimistisch, dass sich dies weiter verbessern wird.</p>
<p>Es ist utopisch innerhalb kurzer Zeit eine politische Veränderung herbeizuführen. Mit jeder einzelnen Stimme für die Piratenpartei, erhöht sich aber der Druck auf die etablierten Parteien sich mit unseren Zielen zu befassen. Derzeit sieht es sogar danach aus, dass die Piratenpartei Schweden einen Sitz im Europaparlament erringt (5,1% laut einer aktuellen Umfrage). Das ist wenig um politisch Einfluss zu nehmen, ermöglicht uns aber immerhin Themen auf die politische Tagesordnung zu bringen die ansonsten wenig Beachtung finden. Es ist ein Anfang.</p>
<blockquote><p>Im übrigen war ich von Ihrer Antwort zu meiner 1. Frage angenehm<br />
überrascht, hatte mehr mit leeren Worthülsen gerechnet.</p></blockquote>
<p>Die Worthülsen waren leider ausverkauft, die anderen Parteien haben sich die alle schon unter den Nagel gerissen <img src='http://kontroversen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Irrtum der Woche: Sperrung von Kinderporno-Seiten ist wirksam</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 13:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>angelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irrtum der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskriminalamt]]></category>
		<category><![CDATA[DNS]]></category>
		<category><![CDATA[Gelegenheits-Konsumenten]]></category>
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		<category><![CDATA[Jörg Ziercke]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderpornografie]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Stopp-Seiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundeskriminalamt, namentlich dessen Präsident Jörg Ziercke, postuliert, dass sich Kinderporno-Seiten wirksam sperren lassen. Das &#8220;Stoppschild&#8221; wirke abschreckend: Nach unseren Erkenntnissen sind vier von fünf Menschen, die im Internet auf Kinderpornos zugreifen, Gelegenheits-Konsumenten. Die lassen sich durch ein Stopp-Schild abschrecken &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/03/irrtum-der-woche-sperrung-von-kinderporno-seiten-ist-wirksam/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundeskriminalamt, namentlich dessen Präsident <a href="http://www.heise.de/newsticker/BKA-Sperrung-von-Kinderporno-Seiten-ist-wirksam-Update--/meldung/135360">Jörg Ziercke, postuliert, dass sich Kinderporno-Seiten wirksam sperren</a> lassen. Das &#8220;Stoppschild&#8221; wirke abschreckend:</p>
<blockquote><p>Nach unseren Erkenntnissen sind vier von fünf Menschen, die im Internet auf Kinderpornos zugreifen, Gelegenheits-Konsumenten. Die lassen sich durch ein Stopp-Schild abschrecken und geben ihr Vorhaben auf</p></blockquote>
<p>Wie hat man sich das nun vorzustellen? Ein &#8220;Gelegenheits-Konsument&#8221; durchstöbert das Internet und stösst zufällig auf Kinderporn? Er nutzt die Gelegenheit um sich das anzuschauen, bekommt dann aber nur eine Stopp-Seite zu sehen? Er denkt sich &#8220;Pech gehabt&#8221; und surft auf legalen Seiten weiter?</p>
<p>Interessantes Weltbild, dass der Herr Ziercke da zu haben scheint. Dabei ist Kinderpornografie laut einer <a href="http://blog.odem.org/2008/12/kein-offener-zugang-zu-kinderpornographie.html">wissenschaftlichen Analyse</a> gar nicht offen über das World Wide Web erreichbar. Die Inhalte findet man nicht mal eben so, sondern nur mit einem hohen Grad an krimineller Energie. Der Aufwand, die Filterung zu umgehen ist im Vergleich dazu nahe Null. Ein <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/27/internetsperre-umgehen-in-27-sekunden/">kurzer Clip beim Law-Blog</a> zeigt, wie sich eine Sperre in 27 Sekunden aushebeln lässt, indem man einfach einen anderen DNS-Server wählt. Das schaffen sogar Laien.</p>
<p>Selbst wenn es gelänge wenigstens &#8220;Gelegenheits-Konsumenten&#8221; zu stoppen, wird das Ziel der Filter verfehlt: Angeblich ging es ja darum den KiPo-Produzenten die Finanzmittel trocken zu legen. Diejenigen, die etwas bezahlen, sind aber wohl kaum die &#8220;Gelegenheits-Konsumenten&#8221;, sondern eher hartgesottene Pädophile. Dass diese sich nicht von Sperren abschrecken lassen, räumt sogar Ziercke ein:</p>
<blockquote><p>Daneben gibt es einen harten Kern versierter Nutzer, gegen den sich mit Sperren nichts ausrichten lässt.</p></blockquote>
<p>Selbst Björn Sellström, Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm <a href="http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-schwedens-polizei-aeussert-zweifel-an-wirksamkeit-von-internet-sperren-gegen-kinderpo_aid_384873.html">gesteht die Wirkungslosigkeit ein</a>, obwohl Schweden solche Sperren angeblich seit Jahren erfolgreich einsetzt:</p>
<blockquote><p>Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern</p></blockquote>
<p>Bei netzpoltik.org gibt es ein <a href="http://netzpolitik.org/2009/michael-rotert-ueber-netz-zensur/">interessantes Video-Interview</a> mit Prof. Michael Rotert, dem Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft e.V. Er erklärt, warum Internetzensur nicht nur wirkunglos, sondern auch kontraproduktiv ist, und wie man es besser machen kann.</p>
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