„Netzpolitisches Bier“ Braunschweig

Alle an Netzpolitik interessierten Menschen sind eingeladen, am Montag, 17.09.2012 zum „Netzpolitischen Bier“ ins „Gambit“ in Braunschweig zu kommen.

In gemütlicher Atmosphäre werden wir bei einem Glas <Lieblingsgetränk einsetzen> über netzpolitische Themen diskutieren.

Das „Netzpolitische Bier“ ist ein lockeres Treffen von Menschen, die Interesse an Netzpolitik haben und jenseits von Parteipolitik Ideen und Meinungen dazu austauschen möchten.

Worüber wir genau reden, bestimmen wir vor Ort nach Laune und Interesse der Teilnehmer.

Zeit:
Montag, 17.09.2012, 19 Uhr
Ort:
Restaurant „Gambit“
Frankfurter Straße 268
38122 Braunschweig

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„Geistiges Eigentum“ – Ein Fehlschluss

Die Neue Zürcher Zeitung räumt mit dem Begriff des „geistigen Eigentums“ auf, der von Rechteverwertern gerne pauschal für alles in den Raum geworfen wird, was mit Urheberrecht, Patenten oder Marken zu tun hat.

Florent Thouvenin, Experte für Immaterialgüterrecht, entlarvt den Analogieschluss vom Eigentum an materiellen Dingen zum „geistigen Eigentum“ als falsch:

Der Blick […] mag zwar lange Zeit verstellt gewesen sein, weil geistige Werke in einer analogen Welt meist als körperliche Werkexemplare verwertet wurden. Spätestens mit der Digitalisierung und der unkörperlichen Verwertung über das Internet wurde der Fehlschluss erkennbar – und die Lehre vom geistige Eigentum als Propaganda entlarvt.

Daher kommt Thouvenin zu dem Schluss, dass in der öffentlichen Debatte  besser der Begriff „Urheberrecht“ verwendet werden soll. Dem kann ich mich nur anschließen. „Geistiges Eigentum“ ist ein Kampfbegriff, der verschleiert, worüber man wirklich redet. In einer seriösen Debatte sollte man klar benennen, ob man von Urheberrechten, der Verwertung derselben, von Patent- oder Markenrechten redet. Pauschal alles in einen Topf zu werfen und zu behaupten, es sei das selbe wie das Eigentumsrecht an gebackenen Brötchen, ist unseriös.

Zum Artikel der Neuen Zürcher Zeitung
Siehe auch: Das Urheberrecht in der Netzgesellschaft

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Offene Daten verlinken

Ich betrachte Open Data als ein wesentliches Fundament eines transparenten Staates. Weil offen allein aber nicht ausreicht, sondern wir Daten miteinander verlinken müssen, um ihr volles Potential auszuschöpfen, habe ich ein eigenes Blog, das sich speziell mit dem Thema „Linked Data“ befasst.

Dank der SIGINT 2012 gibt es darüber hinaus nun eine audiovisuelle Einführung in das Thema. Die Vortragsvideos, darunter mein Vortrag „Linked Open Data – Warum ‚open‘ nicht genug ist und wir Daten verlinken müssen.“ sind inzwischen online. Viel Spaß beim Ansehen!

Übersicht aller SIGINT 2012 Vortragsvideos

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FrOSCon mit Open-Data-Schwerpunkt

Die jährlich stattfindende „Free and Open Source Software Conference“ (FrOSCon) widmet sich dieses Jahr schwerpunktmäßig  den Themen Big Data, Open Data und Digital Privacy.

Ich habe ohnehin seit längerem vor, die Konferenz mal zu besuchen. Bei den diesjährigen Themenschwerpunkten konnte ich nicht widerstehen auch gleich selbst einen Vortrag einzureichen.

Bereits auf der SIGINT habe ich über „Linked Open Data“ referiert. Auf der FrOSCon werde ich ebenfalls in das Thema einführen, dabei aber einen zusätzlichen Fokus auf die Software-Entwicklung setzen. Ich möchte Open-Source-Entwicklern verdeutlichen, dass es nicht nur vorteilhaft, sondern auch überaus einfach ist, Linked Open Data zu nutzen und zu veröffentlichen.

Die FrOSCon tagt am 25. und 26. August 2012 in St. Augustin bei Bonn. Alles Nähere erfahrt ihr auf der offiziellen Website.

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SIGINT die Dritte

Im Grunde genommen könnte ich wieder einen ähnlichen Artikel schreiben wie 2009 und 2010. Die SIGINT war auch dieses Jahr wieder klasse, vielleicht sogar noch ein bisschen besser, als in den vergangen Jahren. Als Ergänzung zu meinen üblichen Lobeshymnen, die auch diesmal wieder gelten, ein paar Dinge die mir persönlich dieses Jahr besonders gut gefallen haben (Reihenfolge willkürlich):

  • Es gab ein nettes Café zum Netzwerken und Entspannen
  • Das WLAN lief die meiste Zeit sehr gut
  • Ich habe gefühlt noch mehr neue, interessante Leute kennen gelernt als in den vergangenen Jahren
  • Es war toll, selbst einen Vortrag zu halten (kann ich nur empfehlen)
  • Es wurden wichtige Themen angesprochen, die bisher in der Szene viel zu wenig diskutiert werden, wie Sexismus und Depressionen
  • Ich bin froh, dass Semantic Web und Linked Data auf so viel Interesse stoßen und ich nicht der einzige war, der zum Thema referiert hat
  • Wir hatten uns alle lieb und diskutierten auch bei unterschiedlichen Meinungen sachlich
  • Es wurde gestreamt (Hatte ich nichts von, aber ich freue mich für die Daheimgebliebenen)
  • … vieles mehr, das mir spontan nicht einfällt, aber zu meiner positiven Grundstimmung beiträgt

Für die nächste SIGINT wünsche ich mir noch ein Bällebad. Dann wirds perfekt 🙂

PS: Meine Vortragsfolien habe ich inzwischen online gestellt.

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SIGINT 2012: Vorläufiger Fahrplan

Eine Vorabversions des Programms der SIGINT 2012 wurde inzwischen bekannt gegeben. Ich freue mich sehr, dass auch mein Vortrag zum Thema „Linked Open Data“ angenommen wurde. Aus der Vortragsbeschreibung:

Open Data ist auf dem Vormarsch. Doch es reicht nicht CSV-Daten in ein Zip-Archiv zu packen und zum Download anzubieten. Wenn wir die Stärken von frei verfügbaren Behördendaten voll ausschöpfen wollen, dann müssen wir ein „Web of Data“ schaffen, in dem Rohdaten miteinander verlinkt sind, so wie im WWW HTML-Seiten miteinander verlinkt sind. Der Vortrag stellt das Konzept „Linked Data“ vor, erklärt, wie wir zum „Web of Data“ beitragen können und erläutert das gesellschaftliche Potential von Linked Open Data.

Der Vortrag wird nach derzeitigem Stand am Tag 2 der Konferenz, Samstag,  19.05.2012 um 19 Uhr stattfinden.

Besonders gespannt bin ich auf dem Vortrag „The Semantic Web – Raising of the Dead?“ von Carina Haupt, welcher sich im gleichen thematischen Umfeld bewegt, aber auch näher auf Technologien und Konzepte wie RDF, Triple Stores, Reasoning and SPARQL eingehen wird, während ich den Bezug zur Open Data Bewegung herstelle.

Als Verfechter von dezentralen sozialen Netzwerken freue ich mich auch sehr auf die Vorstellung des Projekts „Social Swarm“, mit dem ich mich schon seit einiger Zeit mal näher beschäftigen wollte.

Darüber hinaus wird wird die Konferenz aber vermutlich wieder so interssant, dass man sich kaum entscheiden kann, welchen Beitrag man als nächstes besuchen soll. Ganz zu schweigen von den vielen tollen Menschen die man dort trifft.

Die SIGINT geht von Freitag, 18. Mai bis Sonntag, 20. Mai 2012. Tickets bekommt ihr hier. (Achtung: Vorverkauf nur noch bis 26.04, beeilt euch!) Wir sehen uns in Köln!

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Dringend: EU-Abgeordnete kontaktieren, PNR-Abkommen verhindern

Das EU-Parlament steht kurz davor, über den Massen-Transfer von Fluggastdaten an die USA abzustimmen. Wir müssen umgehend handeln, um die Vorratsdatenspeicherung unserer Reisedaten zu verhindern. Kontaktiert eure EU-Abgeordneten!

Das sogenannte EU-USA-PNR-Abkommen wird in Kürze abgestimmt werden. Sollte das Europäische Parlament dem zustimmen, werden umfassende Datenbestände der Fluggesellschaften zur vermeintlichen „Terrorismusbekämpfung“ an die Vereinigten Staaten übermittelt und für 15 Jahre(!) gespeichert. Wen die US-Regierung so alles als Terroristen und Schwerverbrecher betrachtet, dürfte spätestens seit dem Fall Bradley Manning bekannt sein.

Das PNR-Abkommen stellt einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Privatsphäre aller Flugreisenden dar.

Was tun? Wir können das Abkommen noch verhindern, wenn wir die sozialdemokratische Fraktion im EU-Parlament überzeugen, dagegen zu stimmen. Denn sie Sozialdemokraten sind sich noch unschlüssig, wie sie abstimmen und das Abkommen steht dadurch auf der Kippe.

Wir müssen deshalb die SPD-Abgeordneten umgehend davon überzeugen, gegen das PNR-Abkommen zu stimmen!

Die Fraktion wird sich voraussichtlich noch diese Woche entscheiden – es ist also Eile geboten.

Eine Liste der Abgeordneten mitsamt Kontaktdaten wurde bereits von der Digitalen Gesellschaft vorbereitet. Bitte nimm dir einen kurzen Augenblick Zeit und schicke mindestens einem von ihnen eine persönliche E-Mail. Vorlagen für Mails gibt es hier auf deutsch und auch auf englisch.

Um nicht im SPAM-Filter zu landen, sollte deine Mail eine persönliche Anrede enthalten und du solltest einen individuellen Betreff wählen und die Mailvorlage nach Möglichkeit anpassen. Je mehr Zeit du dir persönlich nimmst, desto eher wird die Überzeugung gelingen. Wenn du nur wenig Zeit hast, ist eine Standardmail mit abgewandeltem Betreff aber besser als nichts.

Noch besser ist es, wenn du kurz anrufst und dem/der Abgeordneten sachlich erklärst, worum es geht. Argumentationshilfe gibt es ebenfalls auf flugggastdaten.digitalegesellschaft.de

Wir müssen unseren Abgeordneten klar machen, wie wichtig die Ablehnung des Abkommens ist. Je mehr potentielle Wähler sie kontaktieren, desto wirksamer ist die Aktion. Deshalb brauchen wir auch deine Hilfe! Gemeinsam haben wir eine realistische Chance dieses Abkommen noch zu verhindern.

Weitere Infos zum PNR-Abkommen gibt es auf nopnr.org. Dort gibt es auch eine genaue Analyse des Abkommens.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  1. Wähle einen Abgeordneten aus dieser Liste aus
  2. Kopiere diese Mailvorlage in eine Mail an den Abgeordneten
  3. Wichtig: Den Abgeordneten persönlich anreden. Nicht an mehrere Abgeordnete auf einmal schreiben, das landet ungelesen im Müll!
  4. Einen individuellen Betreff wählen (Wenn wir alle den gleichen Betreff wählen, landet es ebenfalls im SPAM-Filter)
  5. Die Mailvorlage individuell anpassen, oder eine komplett eigene Mail schreiben. Eine persönliche Mail von dir, ist überzeugender als eine Massenmail, die zum x-ten Mal im Postfach auftaucht. Bleibe dabei immer sachlich.
  6. Die Schritte 1-6 mit dem nächsten Abgeordneten wiederholen 🙂
  7. Optional aber wirkungsvoll: Die Abgeordnenten zusätzlich anrufen
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Privacy Barcamp und Webmontag

Auf die Schnelle ein paar kurzfristige Veranstaltungshinweise:

Montag, 05.03.20125. Braunschweiger Webmontag, in den Räumen der LINEAS Informationstechnik GmbH. Um 19 Uhr gehts los. Neben spannenden Themen rund ums Web gibt es auch leckere Pizza und Hackerbrausen 🙂

Freitag, 09.03 & Samstag, 10.03.2012:  Privacy Barcamp in Hannover, CeBIT Halle 9. Wie schon im letzten Jahr organisiert vom Grünen Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht. Wer sich rechtzeitig bei ihm meldet, bekommt die nötige CeBit-Karte für lau.

Ich werde an beiden Veranstaltungen teilnehmen, beim Privacy Barcamp bin ich jedoch voraussichtlich nur am Samstag.

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Offenes Köln

Mit „Offenes Köln“ ist kürzlich ein offenes Informationssystem nach dem Vorbild von frankfurt-gestalten.de für die Stadt Köln online gegangen:

Ziel von Offenes Köln ist es, Informationen, Dokumente und Daten aus der Kölner Lokalpolitik für jedermann offen zugänglich zu machen.

Dazu werden auf offeneskoeln.de Dokumente und Daten, die im Ratsinformationssystem (RIS) der Stadt Köln veröffentlicht werden, gesammelt, aufbereitet und in einer nutzerfreundlichen Art und Weise dargestellt.

Über die Suchfunktion und eine eingebundene OpenStreetMap können interessierte Bürgerinnen und Bürger Dokumente und Vorgänge aus ihrer unmittelbaren Umgebung finden. Über eine offene API können auch die Rohdaten abgefragt werden.

Bedauerlich ist wie so oft nur, dass die Stadt keine offenen Daten liefert, sondern die Entwickler von „Offenes Köln“ die Daten mühsam mit einem Scraper erschließen mussten. Auch mit ausgedruckten und wieder eingescannten Dokumenten hatte man zu kämpfen!

Obwohl es sich um ein noch sehr junges Projekt handelt, macht es bereits einen sehr guten Eindruck und ich bin gespannt wie es sich weiter entwickelt. Wer wie ich auf dem Laufenden bleiben will, dem empfehlen sich das Blog und der Twitteraccount zum Projekt.

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Aufzeichnung des Open Data Vortrags

Am Mittwoch habe ich im Wolfenbütteler Rathaus einen Vortrag zu Open Data gehalten. Die Aufzeichnung des Vortrags und der anschließenden Diskussions- und Fragerunde ist dank der Piraten Wolfenbüttel bereits online abrufbar. Ich habe das Video zudem noch bei Vimeo eingestellt:

Auch die Vortragsmaterialien sind online abrufbar, hier die Folien (PDF), das Handout (PDF) und alle Quelldateien auf GitHub. Die Präsentation steht unter Creative-Commons-Lizenz und darf gerne weiter verwendet werden.

Der Infoabend hat sehr viel Spaß gemacht und auch wenn recht wenige Leute direkt vor Ort waren, so freue ich mich doch, dass das Thema Open Data in Wolfenbüttel Gehör findet und erwarte gespannt die Abstimmung des Stadtrats über den Antrag der Piratenpartei.

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