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	<title>Kontroversen&#187; IT</title>
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	<description>Alles Mögliche und der ganze Rest</description>
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		<title>SIGINT 2012: Vorläufiger Fahrplan</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 19:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Vorabversions des Programms der SIGINT 2012 wurde inzwischen bekannt gegeben. Ich freue mich sehr, dass auch mein Vortrag zum Thema &#8220;Linked Open Data&#8221; angenommen wurde. Aus der Vortragsbeschreibung: Open Data ist auf dem Vormarsch. Doch es reicht nicht CSV-Daten &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2012/04/sigint-2012-vorlaufiger-fahrplan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="https://program.sigint.ccc.de/en/sigint12/public/schedule">Vorabversions des Programms</a> der <a title="SIGINT: Konferenz zu den Diskursen im digitalen Zeitalter" href="http://kontroversen.de/2012/01/sigint-konferenz-zu-den-diskursen-im-digitalen-zeitalter/">SIGINT 2012</a> wurde inzwischen bekannt gegeben. Ich freue mich sehr, dass auch mein Vortrag zum Thema &#8220;Linked Open Data&#8221; angenommen wurde. Aus der <a href="https://program.sigint.ccc.de/en/sigint12/public/events/7">Vortragsbeschreibung</a>:</p>
<blockquote><p>Open Data ist auf dem Vormarsch. Doch es reicht nicht CSV-Daten in ein Zip-Archiv zu packen und zum Download anzubieten. Wenn wir die Stärken von frei verfügbaren Behördendaten voll ausschöpfen wollen, dann müssen wir ein &#8220;Web of Data&#8221; schaffen, in dem Rohdaten miteinander verlinkt sind, so wie im WWW HTML-Seiten miteinander verlinkt sind. Der Vortrag stellt das Konzept &#8220;Linked Data&#8221; vor, erklärt, wie wir zum &#8220;Web of Data&#8221; beitragen können und erläutert das gesellschaftliche Potential von Linked Open Data.</p></blockquote>
<p>Der Vortrag wird nach derzeitigem Stand am Tag 2 der Konferenz, Samstag,  19.05.2012 um 19 Uhr stattfinden.</p>
<p>Besonders gespannt bin ich auf dem Vortrag <a href="https://program.sigint.ccc.de/en/sigint12/public/events/41">&#8220;The Semantic Web &#8211; Raising of the Dead?&#8221;</a> von <a href="https://program.sigint.ccc.de/en/sigint12/public/speakers/69">Carina Haupt</a>, welcher sich im gleichen thematischen Umfeld bewegt, aber auch näher auf Technologien und Konzepte wie RDF, Triple Stores, Reasoning and SPARQL eingehen wird, während ich den Bezug zur Open Data Bewegung herstelle.</p>
<p>Als Verfechter von dezentralen sozialen Netzwerken freue ich mich auch sehr auf die Vorstellung des Projekts <a href="https://program.sigint.ccc.de/en/sigint12/public/events/77">&#8220;Social Swarm&#8221;</a>, mit dem ich mich schon seit einiger Zeit mal näher beschäftigen wollte.</p>
<p>Darüber hinaus wird wird die Konferenz aber vermutlich wieder so interssant, dass man sich kaum entscheiden kann, welchen Beitrag man als nächstes besuchen soll. Ganz zu schweigen von den vielen tollen Menschen die man dort trifft.</p>
<p>Die SIGINT geht von Freitag, 18. Mai bis Sonntag, 20. Mai 2012. <a href="http://sigint.ccc.de/Tickets">Tickets bekommt ihr hier</a>. (Achtung: Vorverkauf nur noch bis 26.04, beeilt euch!) Wir sehen uns in Köln!</p>
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		<title>Dezentralisierung als Gegenmaßnahme</title>
		<link>http://kontroversen.de/2011/09/dezentralisierung-als-gegenmasnahme/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 18:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In &#8220;Die Probleme der Zentralisierung&#8221; habe ich geschildert, welche Probleme ich in zentralisierten Infrastrukturen sehe. Ich möchte im Folgenden zeigen, wie Dezentralisierung diesen Problemen entgegenwirkt. Noch einmal zur Klarstellung: Natürlich ist es wichtig, dass Zensur und Massenüberwachung gesetzlich verboten sind, &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2011/09/dezentralisierung-als-gegenmasnahme/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://kontroversen.de/2011/08/die-probleme-der-zentralisierung/">&#8220;Die Probleme der Zentralisierung&#8221;</a> habe ich geschildert, welche Probleme ich in zentralisierten Infrastrukturen sehe. Ich möchte im Folgenden zeigen, wie Dezentralisierung diesen Problemen entgegenwirkt.</p>
<p>Noch einmal zur Klarstellung: Natürlich ist es wichtig, dass Zensur und Massenüberwachung gesetzlich verboten sind, aber das allein reicht nicht aus. Überwachung und Zensur müssen bereits durch das Wesen der Infrastruktur so stark wie möglich erschwert werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen <em>können sich ändern</em> und in den letzten Jahren geht die Tendenz ganz klar in Richtung mehr Überwachung und Einschränkung von Informationen und Kommunikation. Besonders dann, wenn die politischen Garantien wegfallen, braucht eine Demokratie freie Kommunikation um zu überleben (oder ggf. neu aufzukeimen).</p>
<p>Wir brauchen dezentrale Systeme auf allen Ebenen &#8211; vom physikalischen Netzwerk bis hin zu Diensten im Web &#8211; um die im letzten Artikel beschriebenen Probleme zu vermeiden, oder zumindest abzumildern.</p>
<p>Schauen wir uns die Probleme noch einmal im Einzelnen an, und betrachten, wie dezentrale Systeme diesen entgegenwirken können:</p>
<h2>1) Die Kommunikationsvorgänge sind abhängig von der Infrastruktur des Anbieters</h2>
<p>Dezentrale Systeme besitzen keinen <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Single_Point_of_Failure">&#8220;Single point of failure&#8221;</a>, dessen Ausfall das Gesamtsystem lahmlegen würde. Es gibt keine zentralen Abhängigkeiten. Ein Ausfall von Teilen des Systems kann das Gesamtsystem zwar ggf. beeinträchtigen, jedoch nicht zum Erliegen bringen, da die verbleibende Infrastruktur den Ausfall kompensieren kann. Eine Abschaltung durch Dritte, zum Beispiel den Staat, ist ebenfalls nicht möglich, sofern die Verteilung breit genug ist.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Bei <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Peer2Peer">Peer-to-peer-Netzwerken</a> gibt es keinen zentralen Anbieter, sondern alle Teilnehmer sind zugleich Konsumenten und Anbieter. Fällt ein Teilnehmer aus, verringert das ggf. den Datendurchsatz, aber beeinträchtigt das System ansonsten nicht.</em></p>
<h2>2) Der Anbieter hat Einsicht in alle Kommunikationsvorgänge</h2>
<p>Bei dezentralen Systemen gibt es keinen zentralen Anbieter mehr, der Einsicht in alle Kommunikationsvorgänge hätte. Grundsätzlich bleibt jedoch die Gefahr bestehen, dass die an der Herstellung der Kommunikationsverbindung und Übertragung der Daten beteiligten Teile der Infrastruktur (bzw. deren Besitzer) Daten abgreifen. Der Kommunikationsinhalt kann jedoch durch Verschlüsselung geschützt werden. Die Verbindungsdaten können ggf. verschleiert werden.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Bei <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Internet_Relay_Chat">IRC</a> gibt es keinen zentralen Anbieter, der alle Kommunikation einsehen könnte, jedoch kann jeder Server-Betreiber die Kommunikation auf seinem Server überwachen. Verschlüsselung ist möglich.</em></p>
<h2>3) Der Anbieter bestimmt die Regeln der Kommunikation</h2>
<p>In zentralen Systemen regelt der Anbieter das Zustandekommen der Kommunikation. Einerseits bietet dies das beschriebene Missbrauchspotential, andererseits ermöglicht der Anbieter durch seine Vermittlung aber auch die Kommunikation. Dezentrale Systeme entreißen dem Anbieter zwar die Macht, stellen die Teilnehmer aber gleichzeitig vor das Problem, die Kommunikation selbst aufbauen zu müssen. Eine Kommunikation über dezentrale Systeme ist daher nur möglich, wenn gemeinsame Konventionen und Standards eingehalten werden. Verschiedene dezentrale Systeme mit unterschiedlichen Standards, müssen Schnittstellen schaffen um ihre Teilnehmer miteinander zu verbinden.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Bei Jabber gibt es keinen zentralen Anbieter, der Inhalte filtern oder Kommunikationsverbindungen zwischen einzelnen Teilnehmern unterbinden könnte. Damit die Teilnehmer kommunizieren können, müssen sich jedoch alle an das <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Extensible_Messaging_and_Presence_Protocol">XMPP-Protokoll</a> halten.</em></p>
<h2>4) Der Anbieter kontrolliert die Kommunikation</h2>
<p>Während ein zentraler Anbieter die Möglichkeit hat, Inhalte, Identitäten und ganze Kommunikationsvorgänge nach Belieben zu fälschen, gibt es in dezentralen Systemen niemanden mit solcher Macht. In dezentralen Systemen steigen dafür die Missbrauchsmöglichkeiten jedes einzelnen, da es z.B. keine zentrale Instanz gibt, die Identitäten verifiziert. Abhilfe kann hier jedoch Verschlüsselung und Signierung der Kommunikation auf Basis eines <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Web_of_Trust">Web-of-Trust</a> schaffen.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Verschlüsselung und Signierung mit <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Pretty_Good_Privacy">PGP</a></em></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Dezentrale Systeme sind ein wirksames Mittel gegen Überwachung und Zensur. Die Nachteile zentraler Systeme treten nicht auf, oder werden abgemildert. Gleichzeitig stellt uns die Unabhängigkeit von zentralen Anbietern vor neue Herausforderungen. Wie die Beispiele aus er Praxis zeigen, gibt es aber bereits Lösungen. Wir müssen nur noch gewillt sein, diese zu nutzen und weiterzuentwicklen.</p>
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		<title>Die Probleme der Zentralisierung</title>
		<link>http://kontroversen.de/2011/08/die-probleme-der-zentralisierung-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 17:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welche Probleme und Gefahren bringt die Zentralisierung von Kommunikationsdiensten mit sich, die ich im letzten Blogartikel beanstandet habe? Ich erhebe mit der folgenden Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil freue ich mich über Ergänzungen in den Kommentaren. Ich möchte &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2011/08/die-probleme-der-zentralisierung-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Probleme und Gefahren bringt die <a href="/2011/08/die-zentralisierung-unserer-kommunikation/">Zentralisierung von Kommunikationsdiensten</a> mit sich, die ich im letzten Blogartikel beanstandet habe? Ich erhebe mit der folgenden Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil freue ich mich über Ergänzungen in den Kommentaren. Ich möchte hier möglichst alle potentiellen Gefahren aufführen, unabhängig davon, wie realistisch sie uns derzeit aus politischer Sicht erscheinen mögen. Ich möchte eine Kommunikationsinfrastruktur, die ihrem Wesen nach bereits zensur- und überwachungsresistent ist. Denn gerade in Fällen, in denen der Rechtsstaat mir dies nicht mehr garantiert, bin ich auf eine funktionierende Kommunikationsinfrastruktur angewiesen. Wir müssen die Gefahren von zentralen Diensten also unabhängig von rechtsstaatlichen Garantien beleuchten.</p>
<h2>1) Die Kommunikationsvorgänge sind abhängig von der Infrastruktur des Anbieters</h2>
<p>Zentrale Dienste funktionieren nur, wenn der Anbieter des Dienstes Infrastruktur für diese bereitstellt. Die Kommunikationsvorgänge sind somit abhängig von der Infrastruktur dieses Anbieters. Die Infrastruktur kann gestört werden, oder ganz ausfallen. Ein Anbieter könnte auch insgesamt aufhören zu exisitieren oder sich entscheiden seinen Dienst einzustellen. Dann ist keine Kommunikation zwischen den Nutzern des Dienstes mehr möglich.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Wenn twitter.com ausfällt, ist die Nutzung von Twitter nicht mehr möglich.</em></p>
<h2>2) Der Anbieter hat Einsicht in alle Kommunikationsvorgänge</h2>
<p>Ein zentraler Anbieter kann sowohl die Umstände der Kommunikation als auch deren Inhalt einsehen, speichern und auswerten. Da der Anbieter die Kommunikationsverbindung herstellt, weiß er mindestens, wer, wann mit wem in Kontakt steht. Die Einsicht in die Inhalte könnte man theoretisch durch Verschlüsselung unterbinden. Da der Anbieter jedoch auch die Regeln der Kommunikation bestimmt (siehe Punkt 3), ist es von dessen Willkür abhängig, ob Verschlüsselung möglich ist oder nicht. In der Praxis hat ein zentraler Anbieter daher auch immer Einsicht in die Kommunikationsinhalte, wenn er dies wünscht.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Facebook-Nachrichten landen unverschlüsselt auf deren Servern und können prinzipiell mitgelesen werden (Wird vielleicht sogar gemacht, um passende Werbung einzublenden, weiß ich aber nicht sicher). Ver- und Entschlüsselung müsste außerhalb von Facebook vorgenommen werden, was natürlich kein Mensch macht.</em></p>
<h2>3) Der Anbieter bestimmt die Regeln der Kommunikation</h2>
<p>Bei zentralen Diensten bestimmt der Anbieter die Regeln, unter denen eine Kommunikationsverbindung zustanden kommen kann. Er legt fest, wer mit wem, wann und von wo in Verbindung treten kann. Er bestimmt auch, welche Kommunikationsmittel (Software, Geräte, &#8230;) dazu verwendet werden können. Darüber hinaus bestimmt er auch die Inhalte der Kommunikation. So könnten zum Beispiel Nachrichten die bestimmte Begriffe enthalten blockiert, und Verschlüsselung unterbunden werden.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Die Nutzung von Voice-over-IP wird häufig von Mobilfunkanbietern unterbunden.</em></p>
<h2>4) Der Anbieter kontrolliert die Kommunikation</h2>
<p>Der Anbieter bestimmt jedoch nicht nur die Regeln der Kommunikation, sondern kontrolliert letztendlich den kompletten Kommunikationsvorgang. Er hat die Möglichkeit, Kommunikationsinhalte zu manipulieren, er kann Identitäten und sogar komplette Kommunikationsvorgänge fälschen.</p>
<p><em>Beispiel aus der Praxis: Das mittlerweile 10 Jahre alte, aber top-aktuelle Experiment <a href="http://odem.org/insert_coin/">&#8220;insert_coin&#8221;</a> von Alvar Freude und Dragan Espenschied, bei dem sie über einen zentralen Proxyserver Webseiteninhalte und E-Mail-Kommunikation manipulieren.</em></p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Nachteile und Gefahren zentraler Kommunikationsdienste:</p>
<ol>
<li>Die Kommunikationsvorgänge sind abhängig von der Infrastruktur des Anbieters</li>
<ol>
<li>Technische Abhängigkeit von fremder Infrastruktur (kann ausfallen)</li>
<li>Abschalten der Infrastruktur durch den Staat</li>
<li>Der Anbieter kann insgesamt aufhören zu existieren</li>
</ol>
<li>Der Anbieter hat Einsicht in alle Kommunikationsvorgänge</li>
<ol>
<li>Den Inhalt der Kommunikation</li>
<li>Die Umstände der Kommunikation</li>
</ol>
<li>Der Anbieter bestimmt die Regeln der Kommunikation</li>
<ol>
<li>Der Anbieter regelt das Zustandekommen der Kommunikation</li>
<ol>
<li>Wer mit wem</li>
<li>Wann</li>
<li>Wo</li>
<li>Welches Kommunikationsmittel (z.B. Ausschluss fremder Clients, VoIP über Mobilfunk)</li>
</ol>
<li>Der Anbieter regelt den Inhalt der Kommunikation</li>
<ol>
<li>Filterung</li>
<li>Verbot von Verschlüsselung</li>
</ol>
</ol>
<li>Der Anbieter kontrolliert die gesamte Kommunikation</li>
<ol>
<li>Manipulation des Inhalts</li>
<li>Fälschen von Identitäten</li>
<li>Fälschen von Kommunikationsvorgängen</li>
</ol>
</ol>
<h2>Fazit</h2>
<p>Habe ich noch etwas übersehen? Ich freue mich über Feedback und Ergänzungen in den Kommentaren. Ich denke aber es sind jetzt schon mehr als genug Gründe, warum zentrale Dienste abzulehnen sind und über kurz oder lang dezentralisiert werden müssen. Auch wenn Anbieter heute vorgeben &#8220;nicht böse zu sein&#8221;, kann sich dies jederzeit ändern. Große Macht bring große Verantwortung heißt es &#8211; aber große Macht verleitet auch dazu, sie zu missbrauchen. Ich jedenfalls möchte nicht darauf vertrauen, dass zentrale Anbieter verantwortungsvoll mit ihrer Macht umgehen. Dafür gibt es schon jetzt zu viele Gegenbeispiele.</p>
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		<title>Die Zentralisierung unserer Kommunikation</title>
		<link>http://kontroversen.de/2011/08/die-zentralisierung-unserer-kommunikation/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 17:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezentralisierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich besitze unter anderem E-Mail-Adressen bei Web.de und bei meinem Internet-Provider und habe zudem noch einen eigenen Mail-Server laufen. Sicherlich geht es vielen von euch ähnlich. Laut Wikipedia wird E-Mail &#8221; &#8211; noch vor dem Word Wide Web &#8211; als &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2011/08/die-zentralisierung-unserer-kommunikation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich besitze unter anderem E-Mail-Adressen bei Web.de und bei meinem Internet-Provider und habe zudem noch einen eigenen Mail-Server laufen. Sicherlich geht es vielen von euch ähnlich. <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/E-Mail">Laut Wikipedia</a> wird E-Mail &#8221; &#8211; noch vor dem Word Wide Web &#8211; als wichtigster und meistgenutzter Dienst des Internets angesehen&#8221;. E-Mail hat eine großartige Eigenschaft: Es ist egal bei welchem Anbieter ich bin und es ist auch egal welchen Anbieter der Empfänger meiner Mail nutzt. Egal ob großer Internet-Provider oder eigener Server: eine Kommunikation über E-Mail kann unabhängig davon stattfinden.</p>
<p>Welch eine Sensation, wird der ein oder andere sicher nun mit ironischem Unterton bemerken, während ich die scheinbar selbstverständlichen Vorzüge eines der ältesten Dienste des Internets anpreise.</p>
<p>Ich wünschte die Vorzüge währen so selbstverständlich, wie sie uns auf den ersten Blick erscheinen.</p>
<p>Während ich diese Zeilen schreibe, blinkt mein Instant-Messenger auf. Ein Freund von mir hat mich kontaktiert. Ich nutze Pidgin, da dieser Client mehrere IM-Dienste unter einem Dach vereint. Ich kann damit sowohl ICQ, MSN, Yahoo, Jabber und einiges mehr nutzen. Als die ersten sogenannten <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Multi-Protokoll-Client">Multi-Protokoll-Clients</a> auf den Markt kamen, wurde dies als Sensation gefeiert: &#8220;Wow, endlich kann ich mit allen meinen Freunden chatten, egal bei welchem Anbieter sie sind!&#8221;. An dieser Stelle wäre eine ironische Anmerkung dann tatsächlich angebracht, denn eine Sensation ist das nicht. Bestenfalls ein verkrüppelter Workarround für den Protokollsalat beim Instant-Messaging. Denn einen Account bei jedem einzelnen Anbieter benötige ich dazu weiterhin, eine Kommunikation zwischen meinem ICQ-Account und dem Yahoo-Account eines Bekannten bleibt weiterhin unmöglich.</p>
<p>Ich habe das Glück, das viele meiner Bekannten sehr netzaffin sind und <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Extensible_Messaging_and_Presence_Protocol">Jabber</a> nutzen. Auch der besagte Freund kontaktiert mich per Jabber. Seine Jabber-ID ist <a href="https://web.jabber.ccc.de/?page_id=12">beim CCC gehostet</a>, ich nutze meine Web.de-Adresse als Jabber-ID (<a href="http://wiki.ubuntuusers.de/XMPP/Server#web-de">Ja das geht!</a>). Bei Jabber ist es wie bei E-Mail völlig egal, welchen Anbieter ich nutze, oder ob ich einen eigenen Jabber-Server betreibe. Ich kann mit allen anderen Jabber-Nutzern kommunizieren.</p>
<p>Trotzdem hat sich Jabber noch nicht durchgesetzt. Was bei E-Mail niemand akzeptieren würde, ist beim Instant-Messaging gang und gäbe. Man stelle sich vor, ich könnte mit meiner Web.de E-Mail-Addresse nur Web.de-Nutzer erreichen! Bei ICQ und Co. ist genau das traurige Realtiät!</p>
<p>&#8220;Aber wer nutzt denn schon ICQ?&#8221;, höre ich meine netzaffinen Bekannten geringschätzig schwadronieren. Dabei sind sie (und ich) anderswo keinen deut besser. Ich sage nur Facebook und Twitter.</p>
<p>Soziale Netzwerke sind zu Kommunikationszentralen geworden. Viele Jugendliche nutzen nicht einmal mehr E-Mail, sondern schicken sich nur noch Nachrichten über Facebook und Co. Selbst einige meiner Bekannten schicken mir eher eine Direktnachricht auf Twitter, als eine Mail zu schreiben. Wo das Problem ist? Das Problem liegt in der Zentralisierung. Genauer: Das Problem ist, das wir mehr und mehr bereit sind, unsere Kommunikation über zentrale Dienste abzuwickeln. Wir machen unsere Kommunikation somit abhängig von einzelnen, zentralen Anbietern. Dies bringt weitere Probleme und Gefahren mit sich, die tiefer gehen, als dass ich mit ICQ keinen MSN-Nutzer erreichen kann. Ich möchte, dass wir uns dieser Probleme bewusst werden und nach Lösungen suchen.</p>
<p>Mir ist klar, dass das Problembewusstsein bei vielen bereits vorhanden ist und auch schon an Lösungen gearbeitet wird. So gibt es mit <a href="http://status.net/">status.net</a> z.B. bereits eine Plattform für dezentrale Micro-Blogging-Dienste und mit <a href="https://joindiaspora.com/">Diaspora</a> ist eine dezentrale Social-Networking-Plattform in Arbeit. Mir fehlt jedoch eine breite und grundsätzliche öffentliche Außeinandersetzung mit dem Thema. Während Überwachung und Zensur immer wieder auf der netzpolitischen Tagesordnung stehen, scheint mir das damit eng verbundene Thema (De)-Zentralisierung noch etwas vernachlässigt. Überwachung und Zensur wird aber durch zentrale Systeme erst möglich, oder zumindest extrem vereinfacht. Im Umkehrschluss: Die Dezentralisierung unserer Kommunikation hilft bei der Bekämpfung von Überwachung und Zensur.</p>
<p>In einem folgenden Blogpost werde ich näher auf die grundsätzlichen Probleme und Gefahren zentraler Dienste eingehen und mich anschließend den Vorzügen dezentraler Strukturen und dem Weg dorthin widmen.</p>
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		<title>Neues Blog über Linked Data und verwandte Themen</title>
		<link>http://kontroversen.de/2010/11/neues-blog-uber-linked-data-und-verwandte-themen/</link>
		<comments>http://kontroversen.de/2010/11/neues-blog-uber-linked-data-und-verwandte-themen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 09:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Linked Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Blogospähre]]></category>
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		<category><![CDATA[Semantic Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort blogge ich unter datenwissen.de über Linked Data und verwandte Themen. Ich habe mich dazu entschlossen, diesen Themenkomplex aus diesem Blog auszugliedern, da ich mich hier hauptsächlich mit politischen Themen befasse. Eher technisch angehauchte Artikel gehen leicht unter und &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/11/neues-blog-uber-linked-data-und-verwandte-themen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort blogge ich unter <a href="http://datenwissen.de">datenwissen.de</a> über Linked Data und verwandte Themen. Ich habe mich dazu entschlossen, diesen Themenkomplex aus diesem Blog auszugliedern, da ich mich hier hauptsächlich mit politischen Themen befasse. Eher technisch angehauchte Artikel gehen leicht unter und wurden zum Teil als störend empfunden.</p>
<p>Die Grenze lässt sich allerdings nicht so leicht ziehen, wie dies auf den ersten Blick scheint. Linked Data, das Semantische Web und natürlich das Thema Open Data haben eine beachtenswerte politische Dimension. Deshalb wird es sicher auch zu Überschneidungen und einigen Referenzen zwischen den Blogs kommen.</p>
<p>Mit dem neuen Blog verfolge ich das Ziel, das Thema Linked Data in der deutschen Blogosphäre bekannter zu machen. Es gibt leider noch sehr wenige deutsche Infos zu dem Thema. Neben eher theoretischen Artikeln werde ich dort auch Projekte beschreiben, an denen ich arbeite.</p>
<p>Ich bin gespannt wie sich das Blog entwickelt und freue mich über Rückmeldungen. Alle alten Artikel zum Thema Linked Data habe ich bereits von hier nach <a href="http://datenwissen.de">datenwissen.de</a> kopiert. Als Einstieg in die sehr interessante Thematik empfehle ich neben diesen vor allem meinen Beitrag <a href="http://datenwissen.de/daten-verlinken/">&#8220;Warum wir Daten verlinken müssen&#8221;</a>.</p>
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		<title>Du bist nicht deine Website</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 15:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linked Data]]></category>
		<category><![CDATA[Dbpedia]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht-Informationsressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[RDF]]></category>
		<category><![CDATA[Semantic Web]]></category>
		<category><![CDATA[URI]]></category>
		<category><![CDATA[Web of Data]]></category>
		<category><![CDATA[WWW]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf die Grundprinzipien von Linked Data bin ich bereits eingegangen. Auch einen kurzen Ausflug ins &#8220;Web of Data&#8221; haben wir schon gewagt. Nun möchte ich die unterschiedlichen Arten von Ressourcen näher vorstellen. Das Datenweb ist mehr als ein Web aus &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/04/du-bist-nicht-deine-website/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die <a href="http://kontroversen.de/2009/11/alles-bekommt-eine-uri/">Grundprinzipien von Linked Data</a> bin ich bereits eingegangen. Auch einen kurzen <a href="http://kontroversen.de/2009/11/data-browsing-ein-kurzer-ausflug-ins-web-of-data/">Ausflug ins &#8220;Web of Data&#8221;</a> haben wir schon gewagt. Nun möchte ich die unterschiedlichen Arten von Ressourcen näher vorstellen. Das Datenweb ist mehr als ein Web aus Dokumenten. Wir können alle möglichen Dinge über URIs identifizieren und Daten über sie abrufbar machen.</p>
<p>Die W3C Technical Architecture Group unterscheidet zwischen <a href="http://www.w3.org/2001/tag/doc/httpRange-14/2007-05-31/HttpRange-14.html#sec-information-resources">Informations- und Nicht-Informationsressourcen</a>. Im WWW ist diese Unterscheidung von untergeordneter Bedeutung, da es quasi nur Informationsressourcen gibt. Darunter fallen nämlich alle Arten von Dokumenten und das WWW ist nunmal ein Web aus Dokumenten. Im Datenweb kommen abstrakte und konkrete &#8220;Dinge&#8221; hinzu, die ebenfalls über eine URI identifiziert werden wollen. Dabei handelt es sich dann um Nicht-Informationsressourcen. Denn die Ressourcen sind in diesem Fall keine Informationen, sondern z.B. Personen, Orte, Bücher, Produkte etc.</p>
<p>Die Unterscheidung zwischen Informations und Nicht-Informationsressourcen ist dabei weniger trivial, als auf den ersten Blick scheint. Ein oft gemachter Fehler ist es, die Beschreibung einer Ressource mit der Ressource selbst gleich zu setzen.</p>
<p>Wir wissen dass gemäß der <a href="http://kontroversen.de/2009/11/alles-bekommt-eine-uri/">Linked Data Grundprinzipien</a> beim Abruf der ein Ding identizifierenden URI &#8220;nützliche Informationen&#8221; bereitgestellt werden müssen. Dazu liefert z.B. ein Webserver ein RDF-Dokument aus. Ich möchte das kurz am Beispiel meiner eigenen <a href="http://www.foaf-project.org/">FOAF</a>-Datei demonstrieren. Ich (ja tatsächlich <em>ich</em>, nicht die Datei!) werde durch folgende URI im Datenweb identifiziert:</p>
<p><a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me</a></p>
<p>Beim Abruf mit einem Browser (Egal ob Web- oder <a href="http://kontroversen.de/2009/11/data-browsing-ein-kurzer-ausflug-ins-web-of-data/">Datenbrowser</a>) wird folgende Datei ausgeliefert:</p>
<p><a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf</a></p>
<p>Diese Datei ist ein RDF-Dokument, welches Informationen über mich (d.h. die Ressource <a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me</a>) enthält. Die Datei und ich sind jedoch zwei völlig unterschiedliche Dinge (Weshalb ich im übrigen auch eine andere URI als die Datei habe). Die Datei ist eine Informationressource identifiziert durch die URI <a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf</a>. Ich bin eine Nicht-Informationsressource identifziert durch <a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me</a>.</p>
<p>Einmal verstanden erscheint dies selbstverständlich, führt jedoch anfangs oft zu Verwirrungen und paradoxen RDF-Dokumenten. So hat zum Beispiel die New York Times (erfreulicherweise!) beachtliche Datenbestände als Linked Data <a href="http://data.nytimes.com/">verfügbar gemacht</a>. Anfangs wurden dabei jedoch typische <a href="http://dowhatimean.net/2009/10/linked-data-at-the-new-york-times-exciting-but-buggy">Fehler gemacht</a>, die aus der Verwechslung von Informations- und Nicht-Informationsressourcen herrühren.</p>
<p>Die URI <a href="http://data.nytimes.com/N31738445835662083893">http://data.nytimes.com/N31738445835662083893</a> identifiziert den Schauspieler Paul Newman. Über diese Person finden sich in dem Datensatz leider kaum Informationen, nützlich ist hauptsächlich der <a href="http://dbpedia.org/page/Paul_Newman">Verweis auf die DBpedia</a>. Das ist jedoch nicht wirklich schlimm. Problematisch war eine Zeit lang (mittlerweile wurde es zum Glück korrigiert) die Vermischung von Daten und Metadaten: Was zum Beispiel sagt das Prädikat &#8220;dc:creator&#8221; in Bezug auf eine Person aus? Heitere Zeigenossen möchten dort vielleicht die Eltern der Person eintragen, oder Gott, wenn sie gläubig sind. Ganz sicher ist jedoch nicht &#8220;The New York Times Company&#8221; der &#8220;Ersteller&#8221; von Paul Newman.</p>
<p>Die New York Times hatte die Nicht-Informationsressource &#8220;Paul Newman&#8221; mit der Informationsressource verwechselt die ihn beschreibt. Was sie eigentlich ausdrücken wollten ist, dass &#8220;The New York Times Company&#8221; der Ersteller des RDF-Dokumentes ist. Das RDF-Dokument ist jedoch eine eigene Ressource und bekommt eine eigene URI.</p>
<p>Die New York Times wurde zwischenzeitlich auf den Fehler hingewiesen und hat ihn korrigiert. Die Informationsressource wird nun über <a href="http://data.nytimes.com/N31738445835662083893.rdf">http://data.nytimes.com/N31738445835662083893.rdf</a> identifiziert und &#8220;dc:creator&#8221; bezieht sich auf <em>diese</em> Ressource und nicht mehr auf Paul Newman selbst.</p>
<p>Ich hoffe ich konnte die Unterscheidung zwischen Informations- und Nicht-Informationsressource einigermaßen verständlich darlegen. Mir hat dabei der Merkspruch &#8220;You are not your Website&#8221; sehr geholfen. Denn im &#8220;Web of Data&#8221; gibt es nicht nur deine Website, sondern auch dich selbst. Und das sind natürlich zwei völlig unterschiedliche Dinge.</p>
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		<title>Chancen und Techniken von Linked Data</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linked Data]]></category>
		<category><![CDATA[Dokument]]></category>
		<category><![CDATA[Semantisches Web]]></category>
		<category><![CDATA[Studienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[URI]]></category>
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		<description><![CDATA[Image via Wikipedia Meine Studienarbeit zum Thema &#8220;Chancen und Techniken von Linked Data&#8221; ist mittlerweile fertig und steht unter CC-Lizenz zum Download (PDF) bereit. In der Studienarbeit wird das Konzept &#8220;Linked Data&#8221; beschrieben. Dabei handelt es sich um ein Thema &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2010/02/chancen-und-techniken-von-linked-data/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="zemanta-img" style="float: right;">
<div>
<dl class="wp-caption  alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Lod-datasets_2009-07-14_colored.png"><img title="Instance linkages within the Linking Open Data..." src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/8/8c/Lod-datasets_2009-07-14_colored.png/300px-Lod-datasets_2009-07-14_colored.png" alt="Instance linkages within the Linking Open Data..." width="300" height="225" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd zemanta-img-attribution" style="font-size: 0.8em; text-align: center;">Image via <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Lod-datasets_2009-07-14_colored.png">Wikipedia</a></dd>
</dl>
</div>
</div>
<p>Meine Studienarbeit zum Thema &#8220;Chancen und Techniken von Linked Data&#8221; ist mittlerweile fertig und steht unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CC-Lizenz</a> zum Download (<a href="/wp-content/uploads/2010/01/studienarbeit_linked_data.pdf">PDF</a>) bereit.</p>
<p>In der Studienarbeit wird das Konzept &#8220;<a href="http://kontroversen.de/2009/10/linked-data/">Linked Data</a>&#8221; beschrieben. Dabei handelt es sich um ein Thema im Umfeld des<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web"> semantischen Webs</a>, einer erweiterten Form des <a title="World Wide Web" rel="wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/World_Wide_Web">World Wide Web</a>, mit der Informationen und deren Bedeutung für Maschinen verwertbar gemacht werden sollen. Kernidee von &#8220;Linked Data&#8221; ist es, strukturierte Daten über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Identifier">URIs</a> zugänglich zu machen und untereinander zu verlinken, um so ein &#8220;Web aus Daten&#8221; aufzubauen und verwandte Informationen auffindbar zu machen. Die Studienarbeit ordnet &#8220;Linked Data&#8221; in das thematische Umfeld des semantischen Webs ein und erörtert den Stand der Technik. Anwendungsgebiete und Chancen werden aufgezeigt. Die Studienarbeit legt darüber hinaus praktische Anwendungsmöglichkeiten für &#8220;Linked Data&#8221; dar und bewertet die Zukunftsaussichten.</p>
<p>Eigentlich wollte ich parallel zur Studienarbeit <a href="http://kontroversen.de/category/it/linked-data-it/">über dieses Thema regelmäßig bloggen</a>. Leider hat mir dazu die Zeit nicht in dem Maße gereicht, wie ich mir das vorgestellt hatte. Wer möchte kann sich natürlich jetzt die komplette Studienarbeit zu Gemüte ziehen, ich werde aber nach und nach wie versprochen noch den ein oder anderen Artikel zum Thema bloggen.</p>
<p>Freue mich trotzdem, wenn jemand auch die Studienarbeit selbst liest und mir dazu Feedback gibt. Hätte mich gerne noch viel intensiver mit dem Thema befasst, aber drei Monate Bearbeitungszeit sind nicht viel. Unabhängig von der Studienarbeit werde ich das Thema aber weiter verfolgen, weil es mich sehr interessiert und ich viel Potential in Linked Data sehe.</p>
<div class="zemanta-pixie" style="margin-top: 10px; height: 15px;"><a class="zemanta-pixie-a" title="Reblog this post [with Zemanta]" href="http://reblog.zemanta.com/zemified/9609f266-bd12-4d01-a640-0f9ca4aa3a94/"><img class="zemanta-pixie-img" style="border: none; float: right;" src="http://img.zemanta.com/reblog_e.png?x-id=9609f266-bd12-4d01-a640-0f9ca4aa3a94" alt="Reblog this post [with Zemanta]" /></a><span class="zem-script more-related pretty-attribution"><script src="http://static.zemanta.com/readside/loader.js" type="text/javascript"></script></span></div>
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		<title>RDF &#8211; Die Sprache des Web of Data</title>
		<link>http://kontroversen.de/2009/11/rdf-die-sprache-des-web-of-data/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 13:12:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linked Data]]></category>
		<category><![CDATA[FOAF]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach unserem kurzen Ausflug ins Web of Data, wollen wir nun die Sprache näher betrachten, die diese Daten beschreibt. Was HTML im &#8220;normalen&#8221; Web ist, ist hier RDF. RDF beschreibt Ressourcen und steht deshalb &#8211; oh Wunder &#8211; für Resource &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/11/rdf-die-sprache-des-web-of-data/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach unserem kurzen Ausflug ins Web of Data, wollen wir nun die Sprache näher betrachten, die diese Daten beschreibt. Was HTML im &#8220;normalen&#8221; Web ist, ist hier RDF. RDF beschreibt Ressourcen und steht deshalb &#8211; oh Wunder &#8211; für Resource Description Framework.</p>
<p>Wir erinnern uns: Im Datenweb gibt es nicht nur Dokumente, sondern alle möglichen Dinge über die wir Daten hinterlegen können, z.B. Städte, Personen, Medikamente, Bücher, Ereignisse, &#8230; Diese Dinge nennt man im Datenweb Ressourcen. Die Grammatik von RDF ist einfach: Eine Ressource beschreibt man in der Form <em>Subjekt &#8211; Prädikat &#8211; Objekt</em>. Dieses Dreigespann heißt RDF-Tripel. Subjekt ist die Ressource, die beschrieben wird, Prädikat ist die Aussage die wir über diese Ressource treffen und Objekt ist der Wert oder Gegenstand dieser Aussage.</p>
<p>Wir können zum Beispiel sagen &#8220;Angelo Veltens interessiert sich für Linked Data&#8221; Ich bin in diesem Fall das Subjekt, also die Ressource die wir beschreiben, &#8220;interessiert sich&#8221; ist Prädikat und &#8220;Linked Data&#8221; das Objekt. Soweit ist es erstmal ein gewöhnlicher deutscher Satz. In RDF-XML sieht der gleiche Sachverhalt folgendermaßen aus:</p>
<pre class="xml">&lt;rdf:RDF
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
  xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/"&gt;

  &lt;foaf:Person rdf:about="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me"&gt;
    &lt;foaf:interest rdf:resource="http://dbpedia.org/resource/Linked_Data"/&gt;
  &lt;/foaf:Person&gt;
&lt;/rdf:RDF&gt;</pre>
<p><a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me</a> ist die URI die mich identifiziert und das Subjekt dieser Aussage. Durch die Verwendung des Tags &lt;foaf:Person&gt; wird zusätzlich noch ausgedrückt, dass die beschriebene Ressource vom Typ foaf:Person ist. Das Tag &lt;foaf:interest&gt; ist ein Prädikat, welches Interesse an einem Themengebiet formal beschreibt. Das Attribut rdf:resource verweist auf das Objekt dieser Aussage. Ich habe hier einen Link in die <a href="http://dbpedia.org/">Dbpedia</a> genutzt um das Themengebiet Linked Data zu identifizieren.</p>
<p>Achtung: RDF ist nicht das selbe wie RDF-XML! XML ist lediglich eine Darstellungsform von RDF. Andere Darstellungsformen sind Notation 3 (N3) oder ein RDF-Graph. In Notation 3 sieht unser Beispiel folgendermaßen aus:</p>
<pre class="xml">@prefix foaf: &lt;http://xmlns.com/foaf/0.1/&gt;
&lt;http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me&gt;
  foaf:interest
    &lt;http://dbpedia.org/resource/Linked_Data&gt;.</pre>
<p>Und hier als RDF-Graph:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-719" title="simple_rdf_graph" src="http://kontroversen.de/wp-content/uploads/2009/11/simple_rdf_graph.png" alt="simple_rdf_graph" width="200" height="242" /></p>
<p>Die eigentliche Herausforderung beim Beschreiben von Ressourcen mittels RDF liegt nicht in der Grammatik, die wie ihr seht wirklich mehr als einfach ist, sondern bei der Wahl und ggf. Neudefinition von Vokabularen, auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ontology_(information_science)">Ontologien</a> genannt. Auf einige dieser Ontologien, z.B. das in diesem Beispiel verwendeten FOAF, werde ich in kommenden Artikeln näher eingehen. Zur Definition von Ontologien haben sich zwei Sprachen etabliert: Die Web Ontology Language (kurz OWL) und RDF-Schema. Auch der Eigendefinition von Vokabularen werde ich noch einen Beitrag widmen. Allerdings sollte man damit sehr sparsam umgehen und nach Möglichkeit eine bestehende Ontologie wiederverwerten oder bei Bedarf ergänzen, damit wir ihm Datenweb nicht enden wie beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Turmbau_zu_Babel">Turmbau zu Babel</a> und niemand mehr den anderen versteht.</p>
<p>Weiterführende Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://w3schools.com/rdf/default.asp">RDF-XML-Tutorial</a></li>
<li><a href="http://www.w3.org/2000/10/swap/Primer">N3-Tutorial</a></li>
<li><a href="http://xmlns.com/foaf/spec/">FOAF Vocabulary Specification</a></li>
</ul>
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		<title>Data-Browsing &#8211; Ein kurzer Ausflug ins Web of Data</title>
		<link>http://kontroversen.de/2009/11/data-browsing-ein-kurzer-ausflug-ins-web-of-data/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 15:57:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linked Data]]></category>
		<category><![CDATA[Beispiel]]></category>
		<category><![CDATA[Browser]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
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		<category><![CDATA[HTML]]></category>
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		<category><![CDATA[Tabulator]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Berners-Lee]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie versprochen, werden wir das Thema Linked Data nun etwas praktischer angehen. Wenn man mal selbst durch das Datenweb gesurft ist, versteht man viel eher worum es eigentlich geht. Wir brauchen: Einen Datenbrowser Einen Einstiegspunkt Neugier Es gibt gibt schon &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/11/data-browsing-ein-kurzer-ausflug-ins-web-of-data/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie versprochen, werden wir das Thema <a href="http://kontroversen.de/2009/10/linked-data/">Linked Data</a> nun etwas praktischer angehen. Wenn man mal selbst durch das Datenweb gesurft ist, versteht man viel eher worum es eigentlich geht. Wir brauchen:</p>
<ol>
<li>Einen Datenbrowser</li>
<li>Einen Einstiegspunkt</li>
<li>Neugier</li>
</ol>
<p>Es gibt gibt schon einige Datenbrowser, allerdings scheinen die mehr Proof-of-Concept zu sein, als nutzbare Tools. Ich persönlich komme aktuell immer noch am besten mit <a href="http://www.w3.org/2005/ajar/tab">Tabulator</a> zurecht, obwohl der nicht sonderlich intuitiv zu bedienen ist. Das schöne an Tabulator ist aber, dass es dafür ein <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/5596">Firefox-Addon</a> gibt, das schnell installiert ist. Außerdem lädt Tabulator automatisch &#8220;sameAs-Links&#8221; nach, d.h. Daten die unter einer anderen URI verfügbar sind, aber das gleiche Objekt beschreiben werden gleich mitgeladen. Ich werde unsere kleine Erkundungstour durch das Datenweb anhand von Tabulator beschreiben. Wer erstmal nichts installieren mag, kann aber auch einen der Online-Browser verwenden, z.B. den <a href="http://demo.openlinksw.com/DAV/JS/rdfbrowser/index.html">OpenLink Data Explorer</a>, <a href="http://www4.wiwiss.fu-berlin.de/rdf_browser/">Disco</a> oder <a href="http://www5.wiwiss.fu-berlin.de/marbles/">Marbles</a>.</p>
<p>Teilweise geht es sogar ganz ohne Datenbrowser, nämlich dann wenn die Datenquellen ihre Daten auch gleich in einer HTML-Variante bereitstellen. Das ist zum Beispiel bei <a href="http://dbpedia.org">dbpedia.org</a> der Fall. DBpedia ist das Abbild der Wikipedia im Web of Data. Das Projekt liest systematisch Daten aus der Wikipedia aus und veröffentlicht sie als RDF. Unter der URI <a href="http://dbpedia.org/resource/Karlsruhe" target="_blank">http://dbpedia.org/resource/Karlsruhe</a> finden sich zum Beispiel Daten zur Stadt Karlsruhe. Ruft man diese URI mit einem normalen Web-Browser ab, werden die Daten als HTML-Dokument angezeigt. Das passiert sogar, wenn man die Tabulator-Erweiterung installiert hat, weil Firefox immer noch primär ein HTML-Browser ist. Wie man das ändern kann erkläre ich in einem späteren Artikel (Tipp für Neugierige: Spielt mal mit <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/967">Modify Headers</a> am Accept-Header herum). Für den Moment reicht es, explizit die URI <a href="http://dbpedia.org/data/Karlsruhe" target="_blank">http://dbpedia.org/data/Karlsruhe</a> abzurufen, um an die Rohdaten zu kommen [1]. Wir erfahren so tolle Sachen wie die Einwohnerzahl, die Telefonvorwahl und das Bundesland.</p>
<p>Mit Linked Data hat das alles aber noch recht wenig zu tun. Aufgrund der Informationsfülle wird zwar sehr gerne in die DBpedia hinein verlinkt, aber nur sehr wenige Links führen wieder hinaus. Wir suchen uns deshalb einen anderen Startpunkt, am besten von jemandem der sich auskennt: <a href="http://www.w3.org/People/Berners-Lee/card#i" target="_blank">Tim Berners-Lee</a>. Ja, klickt ruhig auf den Link, er führt direkt zu Daten über die Person Tim Berners-Lee, mitsamt einer ganzen Menge Links zu weiterführenden Daten, irgendwo in den Weiten des Webs. Wir erfahren zum Beispiel, dass er der Organisation &#8220;World Wide Web Consortium&#8221; angehört und wenn ihr auf den kleinen grauen Pfeil daneben klickt, klappen zusätzliche Infos zu dieser Organisation aus. Wir erfahren auch, dass Berners-Lee der Autor von &#8220;Weaving the Web&#8221; ist. Wenn man Shift gedrückt hält, wenn man auf den Pfeil klickt, werden die Daten zu diesem Buch im kompletten Browser-Tab geladen, statt nur ausgeklappt.</p>
<p>Leider stoßen wir dann schon recht schnell an die Grenzen des Datenwebs. Zum Beispiel wird der Verlag des Buches (Harper Paperbacks) zwar genannt, aber nicht verlinkt. Wir können also keine weiteren Daten zum Verlag abrufen. Es liegt an uns allen, diese Grenzen zu sprengen, so wie wir schon das WWW groß gemacht haben und täglich vergrößern. Aber schaut euch einfach mal ein bisschen um, es gibt schon einiges zu entdecken. Unter <a href="http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me">http://data.kontroversen.de/foaf.rdf#me</a> habe ich auch ein paar Daten über mich online gestellt und mit meinem <a href="http://identi.ca/aveltens/">Identi.ca-</a> sowie <a href="http://twitter.com/aveltens">Twitter-Account</a> verknüpft. (Ja, dem Thema Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung in Bezug zu Linked Data werde ich auch noch einen Beitrag widmen)<em> </em><em> </em></p>
<p>So, ich denke das genügt erstmal als kleines, anschauliches Praxisbeispiel bzw. als Startpunkt für eigene Experimente. Bei Fragen und Problemen meldet euch einfach in den Kommentaren.</p>
<p>[1]<em> Genau genommen ist das nicht ganz richtig, denn </em><a href="http://dbpedia.org/data/Karlsruhe"><em>http://dbpedia.org/data/Karlsruhe</em></a><em> verweist </em><em> auf ein RDF-Dokument mit Daten über die Stadt Karlsruhe, während </em><a href="http://dbpedia.org/resource/Karlsruhe"><em>http://dbpedia.org/resource/Karlsruhe</em></a><em> die Stadt selbst identifiziert. Dieser kleine aber feine Unterschied äußert sich auch in der Art wie Tabulator die Daten darstellt.</em></p>
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		<title>Alles bekommt eine URI</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelo Veltens</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Daten]]></category>
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		<description><![CDATA[Im vorherigen Beitrag habe ich einen kurzen Vorgeschmack auf das Thema Linked Data gegeben. Doch was genau hat es damit auf sich? Wie sieht ein &#8220;Web of Data&#8221; aus? Lässt es sich mit den heutigen Techniken überhaupt realisieren, oder müssen &#8230; <a href="http://kontroversen.de/2009/11/alles-bekommt-eine-uri/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im vorherigen Beitrag habe ich einen kurzen Vorgeschmack auf das Thema <a href="http://kontroversen.de/2009/10/linked-data/">Linked Data</a> gegeben. Doch was genau hat es damit auf sich? Wie sieht ein &#8220;Web of Data&#8221; aus? Lässt es sich mit den heutigen Techniken überhaupt realisieren, oder müssen wir das Internet neu erfinden?  Die gute Nachricht lautet: Nein müssen wir nicht. Linked Data beruht im wesentlichen auf 4 einfachen Grundprinzipien, die Tim Berners-Lee 2006 in <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/LinkedData.html">&#8220;Linked Data: Design Issues&#8221;</a> beschrieben hat:</p>
<blockquote>
<ol style="text-align: left;">
<li>Use URIs as names for things</li>
<li>Use HTTP URIs so that people can look up those names.</li>
<li>When someone looks up a URI, provide useful information, using the standards (RDF, SPARQL)</li>
<li>Include links to other URIs. so that they can discover more things.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Die erste Regel fordert, dass wir alles mögliche über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Identifier">URIs</a> identifizieren können. Es geht nicht mehr nur um <em>Dokumente</em>, wie im WWW. Wir wollen <em>Daten</em> bereitstellen, über Personen, Orte, Gegenstände, Organisationen, Pflanzen, Tiere, Gebäude&#8230; Daten über alles Mögliche. All diese Dinge bekommen eine URI.</p>
<p>Weiterhin fordert Regel 2, dass als Protokoll HTTP genutzt wird. Das stellt sicher, dass die URI über das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Domain_Name_System">Domain Name System</a> auflösbar ist. Das ist keinesfalls selbstverständlich, es gibt nämlich zahlreiche weitere Typen von URIs, zum Beispiel sind auch tel:+1-816-555-1212 und mailto:John.Doe@example.com gültige URIs. Es gibt sogar URIs für ISBN. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass doch letztere eine wunderbare Möglichkeit wären um Bücher im &#8220;Web of Data&#8221; eindeutig zu identifizieren. Nur dummerweise haben solche URIs die Eigenschaft, dass sie eben nicht auflösbar sind, das heißt ich kann damit nichts im Web abrufen.</p>
<p>Genau das erfordert aber die dritte Regel. Hinter unserer URI müssen sich nützliche, standardisierte Informationen verbergen. Zum Beispiel könnte ein Webserver unter dieser URI ein XML-Dokument ausliefern, welches <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resource_Description_Framework">RDF</a>-Daten enthält. RDF ist ein Standard zur Beschreibung von Informationen, sodass diese leicht automatisiert verarbeitet und ausgewertet werden können. Ich werde auf RDF noch genauer in einem späteren Artikel eingehen.</p>
<p>Die vierte und letzte Regel verknüpft unsere Daten miteinander: Die Informationen die wir ausliefern stehen nicht für sich alleine, sondern enthalten selbst wieder URIs und verweisen so auf weiterführende Informationen. Man stelle sich zum Beispiel vor, dass unter einer URI Daten über ein Buch abrufbar sind. Wir erhalten dann zum Beispiel die Information, wieviele Seiten das Buch hat und wann es erschienen ist. Aber anstatt nur den Namen des Autors, enthalten die Daten eine URI, die den Autor selbst identifiziert! Wenn wir diesem Link dann folgen, erhalten wir Informationen über den Autor, zum Beispiel sein Geburtsjahr und Links zu weiteren Büchern die er veröffentlicht hat. Diesen Links können wir wiederum folgen und so das &#8220;Web of Data&#8221; erkunden.</p>
<p>Das wars! Vier einfache Grundprinzipien, so einfach wie genial! Praktische Beispiele und nähere Details wie man selbst Linked Data im Web veröffentlichen kann folgen demnächst.</p>
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